Cargocity Süd am Flughafen Frankfurt beschäftigt erneut die Justiz

07.09.2016 - 16:20 0 Kommentare

Bestechungsvorwürfe im Zuge des Baus der neuen Cargocity am Frankfurter Flughafen beschäftigen weiterhin die Justiz. Ab sofort steht ein Unternehmer vor Gericht, der einem Fraport-Mitarbeiter Schmiergeld gezahlt haben soll.

Cargocity Süd am Frankfurter Flughafen. - © © Fraport -

Cargocity Süd am Frankfurter Flughafen. © Fraport

Wegen Bestechung beim Ausbau des Frankfurter Flughafens hat sich ab sofort ein Transportunternehmer vor dem Landgericht Frankfurt zu verantworten. Die Staatsanwaltschaft legt dem 67-Jährigen zur Last, einem Mitarbeiter des Flughafen-Betreibers Fraport zwischen 2007 und 2012 insgesamt 250.000 Euro Schmiergeld gezahlt zu haben. Als Gegenleistung hoffte der Unternehmer, bei der Vergabe von Erbbaurechten in der neuen Cargocity berücksichtigt zu werden.

Der Angeklagte zählt zu einer Gruppe mehrerer Unternehmer, die bereits im November vergangenen Jahres wegen Bestechung verurteilt wurden. Unter anderem hatte der Frankfurter Projektentwickler Ardi Goldmann eine Haftstrafe von zwei Jahren und acht Monaten erhalten, die aber noch nicht rechtskräftig geworden ist. Die Spezialkammer für Korruptionsstraftaten hat für den neuen Prozess vorläufig 14 Verhandlungstage bis Dezember eingeplant.

Von: dpa-AFX, gk
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