Bundesregierung geht von Anschlag auf russisches Flugzeug aus

09.11.2015 - 11:17 0 Kommentare

Laut einem Medienbericht geht die deutsche Bundesregierung von einem Terrorakt aus, was das abgestürzte Flugzeug in Ägypten angeht. Auch andere Länder schätzen die Situation so ein.

Ein Airbus A321 der Metrojet (Kolavia) ist am 31. Oktober 2015 in der ägyptischen Unruheregion Sinai abgestürzt, in der auch Anhänger des IS operieren.  - © © dpa - EPA/STR EGYPT OUT

Ein Airbus A321 der Metrojet (Kolavia) ist am 31. Oktober 2015 in der ägyptischen Unruheregion Sinai abgestürzt, in der auch Anhänger des IS operieren. © dpa /EPA/STR EGYPT OUT

Hinter dem Absturz einer russischen Passagiermaschine auf der ägyptischen Sinai-Halbinsel vermutet die Bundesregierung laut "Frankfurter Allgemeiner Sonntagszeitung" die Terrororganisation Islamischer Staat (IS). Alle verfügbaren Informationen sprächen dafür, zitiert die Zeitung einen nicht näher identifizierten hohen Sicherheitsbeamten. Der sehr plötzliche Höhenabfall des Flugzeugs, ohne dass die Stimmenrekorder zuvor Unregelmäßigkeiten aufgezeichnet hätten, mache einen Bombenanschlag "sehr plausibel".

Ähnliche Einschätzungen waren zuvor auch von den Regierungen in London und Washington geäußert worden. Internationale Geheimdiensthinweise legten zuletzt nahe, dass der Airbus A321 der sibirischen Airline Kolavia am Samstag vergangener Woche durch einen Sprengsatz an Bord zum Absturz gebracht wurde. Alle 224 Menschen an Bord starben. Deutsche Airlines gehen mit Flügen in Richtung Sharm El-Sheikh auf der Sinai-Halbinsel unterschiedlich um.

© dpa, EPA/Maxim Grigoriev/ Russian Emergency Ministry Lesen Sie auch: Nach Flugzeugabsturz in Ägypten: Deutsche Airlines reagieren unterschiedlich

Die Vermutungen der Geheimdienste haben allerdings nichts mit den Flugunfallermittlungen zu tun. Die Trümmerteile des Flugzeugs werden derzeit in Ägypten unter Beteiligung internationaler Experten untersucht. Die Ermittlungen konzentrieren sich auf ein verdächtiges Geräusch unmittelbar vor der Katastrophe. Dieses sei "in der letzten aufgenommenen Sekunde des Flugschreibers gehört" worden, sagte der Chef des Ermittlerteams, Ayman al-Mokadem, am Wochenende in Kairo. Die Sequenz müsse nun von Spezialisten untersucht werden. Für Rückschlüsse sei es aber noch zu früh. Ausgeschlossen werde kein Szenario.

Von: ch, dpa
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