Bundesrat für schnellere Information bei Kerosin-Ablass

22.10.2018 - 17:47 0 Kommentare

Behörden und Öffentlichkeit sollen binnen 24 Stunden informiert werden, wenn Flugzeuge Kerosin ablassen. Den entsprechenden Antrag aus Rheinland-Pfalz hat der Bundesrat am Freitag angenommen, sagte eine Sprecherin.

Eine Passagiermaschine am Flughafen Frankfurt. - © © dpa - Boris Roessler

Eine Passagiermaschine am Flughafen Frankfurt. © dpa /Boris Roessler

Demnach sollen Landesbehörden und Öffentlichkeit künftig innerhalb von 24 Stunden von einem Kerosin-Ablass erfahren. Bislang meldete die Deutsche Flugsicherung solche Vorfälle entsprechend den EU-Vorschriften innerhalb von drei Tagen an das Luftfahrt-Bundesamt (LBA), wie das Bundesverkehrsministerium mitteilte. Auf der Internetseite des LBA wurden die Ablässe schließlich aufgelistet.

Bei sogenannten Fuel Dumping lassen Flugzeuge, die sich in einer Notlage befinden, Treibstoff ab, um mit weniger Gewicht sicher landen zu können. Die Flugsicherung weist dem Piloten dafür ein Gebiet zu. Es ist umstritten, wie viel Kerosin verdunstet und wie viel unten ankommt.

Die Sprecherin des Bundesrats betonte, die Verabschiedung des Antrags sei noch keine konkrete Rechtsänderung. "Die Bundesregierung kann jetzt entscheiden, was sie damit macht."

Rheinland-Pfalz besonders stark betroffen

Die SPD-Fraktion im rheinland-pfälzischen Landtag sprach von einem wichtigen Zwischenschritt zu mehr Transparenz. "Dies ist ein wichtiges Signal an die Bürger im Pfälzerwald, der Pfalz, der Eifel und im Hunsrück, die bundesweit besonders stark vom Fuel Dumping betroffen sind", erklärte der Fraktionsvorsitzende Alexander Schweitzer.

Dem LBA zufolge wurden insgesamt über Rheinland-Pfalz seit Anfang des Jahres in neun Fällen rund 200 Tonnen Treibstoff aus Flugzeugen abgelassen. Betroffen war vor allem der Süden des Landes.

Von: pra, dpa
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