Bundespolizei testet Easypass-Ausweitung am Flughafen München

09.01.2017 - 16:35 0 Kommentare

Das automatische Grenzkontrollsystem Easypass können am Flughafen München nun testweise auch Reisende aus weiteren Nicht-EU-Ländern nutzen. Zum Grenzbeamten müssen sie bei der Ausreise aber dennoch.

Wegen eines abweichenden Fotos ist auf einem Kontrollmonitor des Grenzkontrollsystems

Wegen eines abweichenden Fotos ist auf einem Kontrollmonitor des Grenzkontrollsystems "EasyPass" der Schriftzug "Überwindungsversuch" zu sehen. © dpa /Matthias Balk

Die Bundespolizei testet am Münchener Flughafen eine Ausweitung des automatischen Grenzkontrollsystems Easypass. Ab sofort könnten sich auch Reisende aus Australien, Chile, Israel, Japan, Kanada, Südkorea, Monaco, Neuseeland und den USA bei der Ausreise ihren mit einem Chip versehenen Reisepass scannen lassen, um die Ausreiseformalitäten zu beschleunigen, teilte die Bundespolizei in der bayerischen Landeshauptstadt mit.

Dabei handelt es sich den Angaben zufolge zunächst um einen Testlauf, der sich auf die Ausreisekontrolle am Terminal 2 beschränkt. Für Bürger von EU-Staaten und eng mit der EU verbundener Länder wie der Schweiz steht das Easypass-System schon länger zur Verfügung. Anfang 2014 hatte der Probebetrieb in München begonnen. Es findet sich der Bundespolizei zufolge bereits an vielen großen deutschen Flughäfen.

Bislang war das System demnach zumindest faktisch nur für EU-Bürger nutzbar. Erst durch eine Softwareaktualisierung steht es auch Menschen aus Drittstaaten offen. Der Testlauf soll auch Aufschluss darüber geben, für welche Länder es endgültig geöffnet werden soll.

© Fraport, Lesen Sie auch: EasyPASS vor Durchbruch

Easypass ist eine Art Sicherheitsschleuse, in der ein Scanner automatisch die auf einem Chip in Ausweisdokumenten neuerer Generationen gespeicherten Daten ausliest. Zudem wird per Kamera automatisch kontrolliert, ob der Reisende mit dem Foto im Pass identisch ist. Das System soll die Grenzkontrollen an stark frequentierten Flughäfen beschleunigen.

Anders als EU-Bürger müssen sich die Staatsangehörigen der für den Test freigeschalteten Drittstaaten nach dem Scanvorgang allerdings doch noch ergänzend an einen Grenzbeamten der Bundespolizei wenden, um die Ausreiseprozedur abzuschließen. Er stellt die Dauer des Aufenthalts in Deutschland fest und setzt die entsprechenden Stempel in den Reisepass.

© dpa, Lesen Sie auch: Lufthansa-Kunden können nun leichter aus den USA ausreisen

Von: AFP, gk
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