Bund und Berlin einig über Tempelhof-Kaufpreis

04.06.2009 - 18:44 0 Kommentare

Der Bund hat sich mit dem Berliner Senat auf einen Kaufpreis für die bundeseigenen Flächen am Flughafen Tempelhof geeinigt. Dieser soll nach Information des Internetportals «Morgenpost Online» bei 35 Millionen Euro liegen.

Der vereinbarte Preis weiche damit nur geringfügig von dem vom Gutachterausschuss Ende 2008 ermittelten Verkehrswert von knapp 40 Millionen Euro ab, sei aber weit mehr, als der Berliner Senat ursprünglich zu zahlen bereit gewesen sei. Der Flughafen Tempelhof war im Herbst 2008 endgültig geschlossen worden.

Der Chef der Bundesimmobilienanstalt (Bima), Dirk Kühnau, bestätigte «Morgenpost Online», dass sich beide Parteien auf der Grundlage des Verkehrswertgutachtens auf einen Kaufpreis zwischen 30 und 40 Millionen geeinigt hätten. Überdies werde der Bund in den nächsten zehn Jahren mit bis zu 50 Prozent an Wertsteigerungen des Flughafengeländes beteiligt. Abstriche vom ermittelten Verkehrswert von knapp 40 Millionen Euro - 21 Millionen Euro für das Gebäude und 18 Millionen Euro für die Fläche - hat es Kühnau zufolge gegeben, weil der Gutachterausschuss bei seiner Ermittlung nicht berücksichtigt hatte, dass Berlin am Gebäude bereits 17 Prozent gehören.

Bevor der Vertrag vom Notar beglaubigt werden könne und Berlin Alleineigentümer werde, müssten das Berliner Abgeordnetenhaus und der Haushaltsausschuss des Bundestages dem Vertragsinhalt noch zustimmen. Der Kauf solle vor der parlamentarischen Sommerpause besiegelt sein.

Von: ddp
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

Ich habe die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen.

  • A330-Langstreckenflugzeug von Qatar in Berlin-Tegel - im Hintergrund: Maschinen von Air Berlin; Aufnahme von 2015. Berlin hat ein Langstrecken-Problem

    Exklusives Datenmaterial zeigt: Im europäischen Vergleich werden ab den Berliner Airports wenige Langstrecken angeboten. Experten fordern die Airlines auf, jetzt einzusteigen - die Gefahr bestünde, einen Trend zu verschlafen.

    Vom 20.07.2018

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus