Industriepolitik Bund pocht auf Führungsrolle bei Airbus

16.01.2013 - 16:59 0 Kommentare

Deutschland will bei Airbus eine Führungsrolle einnehmen und so sicherstellen, dass die hiesige Industrie bei Zukunftsprojekten nicht außen vor bleibt.

A320neo mit Sharklets - © © Airbus - Fixion

A320neo mit Sharklets © Airbus /Fixion

Die Bundesregierung beansprucht bei wichtigen Projekten des Luftfahrtkonzerns EADS und dessen Tochter Airbus die Federführung. Bei zentralen Airbus-Projekten wie dem A320-Nachfolgeprogramm sei es das Ziel, dass die deutsche Luftfahrtindustrie eine führende Rolle einnehme, geht aus der neuen Luftfahrt-Strategie hervor, die das Bundeskabinett am Mittwoch in Berlin beschloss.

So soll verhindert werden, dass deutsche Airbus-Standorte vor allem im Konkurrenzkampf mit französischen Werken ins Hintertreffen geraten und High-tech-Kompetenzen ans Ausland verlorengehen. «Wir wollen die Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass wir in Deutschland eine international wettbewerbsfähige Luftfahrtindustrie haben und ausbauen», sagte Regierungssprecher Steffen Seibert.

EADS-Chef Tom Enders will wichtige Konzernfunktionen, die bisher in Paris und München angesiedelt sind, am Airbus-Standort Toulouse bündeln. Im neuen Aktionärspakt bei EADS werden Frankreich und Deutschland mit je zwölf Prozent zu gleichberechtigten Großaktionären bei EADS.

Die Bundesregierung sieht in der Branche «einen hohen Stellenwert als Spitzen- und Schlüsseltechnologie», von dem auch andere Branchen profitierten. Große Hersteller wie Airbus, Boeing und Rolls-Royce gehen in den kommenden 20 Jahren davon aus, dass das Marktvolumen stetig steigt und sich die Flugzeugflotte im Segment Kurz- und Mittelstrecke weltweit verdoppelt.

Von: dpa
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