Bund und Betreiber einigen sich über BER-Regierungsterminal

08.09.2017 - 16:48 0 Kommentare

Der Bau des BER-Regierungsterminals kann 2022 beginnen. Das hat die Flughafengesellschaft dem Bund jetzt zugesagt. Eine Rahmenvereinbarung soll jahrelange Auseinandersetzungen zwischen beiden Seiten beenden.

Ein Airbus A340 der deutschen Flugbereitschaft. - © © AirTeamImages.com - Jesus Moreno

Ein Airbus A340 der deutschen Flugbereitschaft. © AirTeamImages.com /Jesus Moreno

Der Bau des Regierungsterminals am neuen Hauptstadtflughafen kann voraussichtlich im Jahr 2022 beginnen. Die Flughafengesellschaft hat dem Bund in einer Rahmenvereinbarung zugesagt, das vorgesehene Baufeld bis Ende 2021 freizumachen, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Die Vereinbarung soll jahrelange Auseinandersetzungen zwischen beiden Seiten beenden.

Das Terminal für Bundesregierung und Staatsgäste soll unmittelbar vor den drei Abfertigungsgebäuden des heutigen Flughafens Schönefeld entstehen. Damit diese auch über 2021 hinaus genutzt werden können, dürfen nach der Vereinbarung Busse das Regierungsgelände überqueren, um Passagiere vom Gate zum Flugzeug zu bringen.

Es drohten erneut Kapazitätsprobleme

Der Bund gewährt dieses Wegerecht für einen 25 Meter breiten Streifen seines Baufelds bis 2025, damit in den bestehenden Schönefelder Gebäuden weiter bis zu zehn Millionen Fluggäste im Jahr einchecken können. Andernfalls hätte es Kapazitätsprobleme gegeben, weil der neue Hauptstadtflughafen zu klein geraten ist.

Ein Eröffnungstermin für den BER steht nach mehreren Verschiebungen noch nicht fest, als wahrscheinlich gilt derzeit ein Start im Herbst 2019. Spätestens ein halbes Jahr später müsste der Flughafen Tegel schließen, wo die Regierung heute abhebt.

© dpa, Lesen Sie auch: Provisorisches Regierungsterminal am BER soll 2018 starten

Der Regierungsflugbetrieb soll ebenfalls nach Schönefeld umziehen, zunächst in ein Interimsgebäude für rund 70 Millionen Euro, das im kommenden Sommer fertig werden soll. Das endgültige Regierungsterminal wird mit 310 Millionen Euro veranschlagt.

Von: dh, dpa
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