Bund übernimmt BER-Terminal

04.10.2018 - 10:54 0 Kommentare

Ein weiteres Stück des BER ist fertig: Das Übergangsterminal für die Regierung wird an den Bund übergeben. Die schnelle Bauweise kommt auch bei T2 zum Einsatz.

Das Übergangsregierungsterminal am BER von außen.

Das Übergangsregierungsterminal am BER von außen.
© FBB

Der Blick vom Vorfeld auf das 30 Millionen Euro teure Gebäude.

Der Blick vom Vorfeld auf das 30 Millionen Euro teure Gebäude.
© FBB

Blick in die Eingangshalle inklusive der Check-In-Schalter.

Blick in die Eingangshalle inklusive der Check-In-Schalter.
© FBB

Eine der drei Abflughallen mit direktem Zugang zum Vorfeld.

Eine der drei Abflughallen mit direktem Zugang zum Vorfeld.
© FBB

Das Gepäck der Anreisenden kommt auf diesem Band an.

Das Gepäck der Anreisenden kommt auf diesem Band an.
© FBB

20 Monate nach Baubeginn ist das Interimsregierungsterminal am neuen Hauptstadtflughafen BER baufertig und wird noch in dieser Woche an den Bund übergeben. Die Arbeiten am Vorfeld dauern noch bis Jahresende an, sagte Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup vor Journalisten. In Betrieb gehen wird der Bau aber erst 2020.

Wir haben Kosten und Bauzeit eingehalten. Da sind wir stolz drauf.

Engelbert Lütke Daldrup, Chef der Berliner Flughäfen

Denn der Beginn des Projekts ist zeitlich an die Eröffnung des BER gekoppelt. Bis dahin nutzen Kanzleramt, Auswärtiges Amt und Verteidigungsministerium weiterhin den Cityairport Tegel. Auch sind fünf Maschinen am Flughafen Köln/Bonn untergebracht.

Nachnutzung geplant

Diese sollen ebenfalls auf dem neuen Gelände in Berlin unterkommen. Doch auch die Lösung ist nur übergangsweise: Ab 2025 sollen Flüge von Bundesregierung und Staatsgästen über das endgültige Regierungsterminal am BER abgefertigt werden. Sollte dieses dann nicht fertig sein, darf der Bund den Bau mietfrei weiter nutzen.

Die Miete ist kostendeckend. Wir haben ja nichts zu verschenken.

Engelbert Lütke Daldrup, Chef der Berliner Flughäfen

Die Fläche am BER soll nach 2025 allerdings anderweitig genutzt werden, so Lütke Daldrup. Immerhin ist das Grundstück im Besitz der Flughafengesellschaft. Zum einen können auf dem Vorfeld Flugzeuge geparkt werden, während im Gebäude Konferenzen stattfinden; zum anderen könnte hier aber auch die General Aviation in Zukunft unterkommen.

Kosten: 70 Millionen Euro

Das gesamte Areal bestehend aus zweistöckigem Gebäude und dem sieben Hektar großen Vorfeld hat 70 Millionen Euro gekostet - 30 davon entfallen allein auf den Bau. Mit rund 13 Millionen Euro hat sich der Bund beteiligt. Immerhin ist das Areal nach dessen Vorstellungen gestaltet. Neben schusssicheren Fenstern musste weitere Sicherheitstechnik verbaut werden, über die Lütke Daldrup schweigt.

Zwei Standorte

Bis zum Umzug nach Schönefeld bleiben die fünf Mittel- und Langstreckenflugzeuge der Flugbereitschaft in Köln/Bonn stationiert. Sie sind für Flüge der Regierung häufig leer zwischen Köln und Berlin unterwegs - nach Regierungsangaben durchschnittlich 450 mal im Jahr. Die drei Hubschrauber der Flugbereitschaft stehen in Tegel.

Dass man zeitlich und von den Kosten her das Soll erfüllt hat, liegt auch an der Bauweise. Denn ähnlich wie das aktuell im Bau befindliche Terminal 2 des BER wurde auf eine einfache Konstruktion gesetzt - alles sei nicht mehr so aufwändig wie beim Hauptterminal. Lütke Daldrup spricht daher auch beim Regierungsterminal von einem "Vorbild" für T2.

Verschiedene Bereiche

"Wir haben einen Generalunternehmer beauftragt, der das Gebäude schlüsselfertig erstellt hat", so der Flughafenchef. Das Gebäude sei in Modulbauweise aus Fertigteilen errichtet. "Bei der Haustechnik wurde auf anerkannte, konventionelle Lösungen gesetzt."

Neben viel Platz im Abflugbereich (vier Check-In-Schalter, zwei Security-Linien und drei Abflugbereiche mit direktem Zugang zum Vorfeld) bietet das 2200 Quadratmeter große Gebäude Arbeits- und Schlafbereiche für Delegationen von beispielsweise hochrangigen Staatsgästen. Daneben sind im ersten Obergeschoss Büros der Bundesministerien untergebracht.

Von: cs
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