Lärmpausenmodell am Frankfurter Flughafen wird ab Ende April getestet

04.02.2015 - 09:50 0 Kommentare

Sogenannte Lärmpausen sollen für eine geringere Geräuschkulisse am Flughafen Frankfurt sorgen. Ein entsprechendes Bündnispapier ist dafür jetzt unterzeichnet worden. Zudem wurde ein Termin für den Start des Probebetriebs genannt.

Stefan Schulte (links), Vorstandsvorsitzender der Fraport AG, und Hessens Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Bündnis 90/Die Grünen) unterschreiben das Bündnispapier für geplante Lärmpausen am Frankfurter Flughafen.  - © © dpa - Christoph Schmidt

Stefan Schulte (links), Vorstandsvorsitzender der Fraport AG, und Hessens Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Bündnis 90/Die Grünen) unterschreiben das Bündnispapier für geplante Lärmpausen am Frankfurter Flughafen. © dpa /Christoph Schmidt

Der einjährige Probebetrieb für Lärmpausen am Frankfurter Flughafen soll am 23. April beginnen. Den Termin nannte der hessische Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) am Mittwoch in Wiesbaden. Landesregierung, Deutsche Flugsicherung (DFS), der Flughafenbetreiber Fraport, die Lufthansa und Luftverkehrsverbände unterzeichneten eine Vereinbarung über die Lärmpausen. Sie sind ein wichtiges Vorhaben des Grünen-Verkehrsministers. Die Fluglärmkommission hatte vergangene Woche den Weg für den Probebetrieb freigemacht.

Durch abwechselnde Nicht-Nutzung einzelner Bahnen in den Randstunden soll das sechsstündige Nachtflugverbot auf möglichst sieben Stunden Nachtruhe für einige Anrainerkommunen verlängert werden. Das Betriebsmodell funktioniert aber nur bei Westwind. An einer Entlastung bei Ostbetrieb werde weiter gearbeitet, sagte Al-Wazir.

Der Minister unterstrich den Fortschritt beim Lärmschutz. Fraport-Chef Stefan Schulte erklärte seine «volle Unterstützung für das Projekt». Er und andere Luftverkehrsvertreter betonten aber, dass es nur um einen Probebetrieb gehe. Kapazität und Wettbewerbsfähigkeit des Flughafens dürften durch Lärmpausen nicht eingeschränkt werden.

© AirTeamImages.com, Tom Kool Lesen Sie auch: Fraport sieht Trend zu leiseren und größeren Maschinen

Das unterzeichnete Bündnispapier ist eine Absichtserklärung aller Seiten. Formal wird die Landesregierung die Deutsche Flugsicherung bitten, den Flugbetrieb in Frankfurt entsprechend der Lärmpausen zu ändern. Vorgesehen ist, zwischen 22.00 und 23.00 Uhr die neue Nordwestlandebahn nicht mehr zu nutzen. So kehrt über dem Norden von Offenbach und dem Frankfurter Süden früher Ruhe ein. Morgens zwischen 5.00 und 6.00 Uhr wird nicht auf der Südbahn gelandet. Dies entlastet beispielsweise Neu-Isenburg.

Von: dpa
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