Buchungsschub für den Sommer lässt Thomas Cook hoffen

09.02.2017 - 09:29 0 Kommentare

Der Winter läuft für Thomas Cook bisher durchwachsen. Der Konzern setzt auf den Sommer 2017 - denn die Buchungen für die Urlaubszeit sind schon jetzt höher als im Vorjahr.

Gebäude von Thomas Cook. - © © Thomas Cook -

Gebäude von Thomas Cook. © Thomas Cook

Europas zweitgrößter Reiseveranstalter Thomas Cook hofft nach einem bisher durchwachsenen Winter auf die wichtige Urlaubszeit im Sommer. Bis jetzt lägen die Buchungen für die warmen Monate neun Prozent höher als vor einem Jahr, teilte der Konzern jetzt in London mit.

31 Prozent des Sommerangebots sei bereits verkauft. Eine starke Nachfrage für Griechenland-Reisen mache einen weiteren Rückgang bei den Türkei-Buchungen bisher mehr als wett, hieß es.

Buchungsplus dank Großbritannien

Im Wintergeschäft konnte der Rivale des Marktführers Tui bisher insgesamt zwar ein Prozent mehr Gäste anlocken als im Vorjahr. Das Buchungsplus stammte allerdings einzig aus Großbritannien. In Nordeuropa und in Kontinentaleuropa mit Deutschland als größtem Markt ging die Zahl der Gäste hingegen zurück. Insgesamt sank auch der durchschnittliche Reisepreis.

Angesichts des unsicheren politischen und wirtschaftlichen Umfelds zeigte sich Thomas-Cook-Chef Peter Fankhauser weiter vorsichtig. Helfen soll dem Konzern auch das eingeleitete Sparprogramm bei der Fluglinie Condor.

© BTW, Svea Pietschmann Lesen Sie auch: Condor-Chef Ralf Teckentrup muss sparen

Im ersten Geschäftsquartal bis Ende Dezember verbuchte Thomas Cook mit 1,6 Milliarden britischen Pfund zwar 15 Prozent mehr Umsatz als ein Jahr zuvor. Das lag aber vor allem am Absturz der britischen Währung. Der saisontypische operative Verlust blieb - Sonderposten herausgerechnet - mit 49 Millionen Pfund stabil.

Vor Steuern wuchs das Minus wegen gestiegener Finanzierungskosten von 116 Millionen auf 135 Millionen Pfund. Reiseveranstalter schreiben im Winter in der Regel Verluste, weil sie ihre Fixkosten nicht decken können. Ihre Gewinne fahren sie in der Hauptreisezeit im Sommer ein.

Von: ch, dpa-AFX
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