Brussels diskutiert Zukunft der eigenen Marke

23.01.2019 - 16:42 0 Kommentare

Brussels-Chefin Christina Förster stellt ein mögliches Ende der Marke Brussels Airlines auf Europa-Flügen in Aussicht. Ob das auch für die eigene Langstrecke gelte, ist ungewiss.

Christina Förster. - © © Brussels Airlines -

Christina Förster. © Brussels Airlines

Europa-Flüge von Brussels Airlines könnten bald nicht mehr unter der eigenen Marke stattfinden. Diese Überlegung warf die deutsche Airline-Chefin Christina Förster jetzt in einem Interview mit der belgischen Zeitung "La Libre" in Aussicht. Laut des Berichts hat Förster davon gesprochen, dass sich der Name Brussels Airlines im europäischen Netzwerk ändern könne - nicht müsse.

"Wenn wir eine europäische Plattform schaffen wollen, können wir die einzelnen Marken nicht behalten", so die Begründung der Airline-Chefin. Schon in früheren Interviews äußerte die Lufthansa-Managerin die Überlegung, dass der Name Brussels nicht ideal sei - etwa wenn man von Rom nach Mallorca fliegen wolle.

Ob das auch für die Langstreckenverbindungen der Airline gelte, ließ die Managerin in dem Inerview offen. Gleichzeitig kündigte sie aber an, dass man in diesem Jahr keine weiteren Langstrecken aufnehmen werde. Ziel sei es zuerst, die Profitabilität der Airline zu verbessern. Brussels sei zwar nicht mehr in unmittelbarerer wirtschaftlicher Gefahr, aber auch noch nicht auf dem Stand der Lufthansa-Töchter Austrian und Swiss.

Brussels gehört seit Ende 2016 zur Lufthansa

Lufthansa hatte Brussels Ende 2016 komplett übernommen und immer wieder eine Integration in Eurowings angekündigt. Detailplanung und Umsetzung mussten jedoch verschoben werden, weil die Übernahme von Teilen der Air Berlin Vorrang hatte. Im Herbst ging man von einer Integration bis 2020 aus.

© Brussels Airlines, Lesen Sie auch: Brussels soll 2020 bei Eurowings integriert sein

Im Juli wurde die Aufgabenteilung zwischen Eurowings und Brussels neu definiert: Während die Belgier als "Kompetenz-Center" für die Langstrecke fungieren sollen, übernimmt Eurowings die Steuerung des Kurzstreckengeschäfts. Auch die Verkehrszahlen weist Brussels nun nicht mehr einzeln aus. Seit vier Monaten werden die Zahlen von Eurowings und Brussels nur noch als "Eurowings" ausgegeben.

Von: br
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