Lufthansa baut Spitze von Brussels um

06.02.2018 - 09:09 0 Kommentare

Airline-Chef Gustin und Finanzvorstand De Raeymaeker verlassen im Frühjahr Brussels. Offenbar gab es intern Streit über die Eurowings-Integration. Einer der beiden Posten ist bereits wieder besetzt.

Bernard Gustin. - © © Brussels Airlines -

Bernard Gustin. © Brussels Airlines

Zwei Veränderungen an der Spitze von Lufthansa-Zukauf Brussels Airlines: Bernard Gustin ist ab Ende März nicht mehr Chef des Carriers. Auch Finanzchef Jan De Raeymaeker verlässt laut Mitteilung die Airline. Gustin war 15 Jahre lang bei Brussels, de Raeymaeker fünf Jahre Finanzchef.

Für Gustin übernimmt im April die bisherige Vertriebschefin (CCO) Christina Förster. Neuzugang im Vorstand ist der langjährigen Brussels-Operations-Chef Thibault Demoulin, der zum Chief Operating Officer ernannt wurde. Wer zukünftig CFO sein wird, werde zu gegebener Zeit bekanntgegeben, heißt es auf Anfrage von airliners.de.

Wir sind überzeugt, dass das neue Duo zusammen mit den anderen Mitarbeitern die bereits begonnene Kooperation zwischen Brussels Airlines und Eurowings stärken wird.

Thorsten Dirks, Chef von Eurowings

Dirks hob hervor, dass die Integration des Lufthansa-Zukaufs Brussels in die Billigplattform weiter voranschreite: "Gerade jetzt treibt Brussels den Langstrecken-Ausbau von Eurowings in Düsseldorf an." Ab dem Sommer fliegt Brussels mit zwei A340-Maschinen Langstrecke ab dem NRW-Airport für Eurowings. Aktuell absolvieren Crews und Flugzeuge das sogenannte Linientraining auf innereuropäischen Strecken.

Machtverhältnisse im Verwaltungsrat

Vorausgegangen war der jüngsten Personalrochade ein Streit über die Richtung der Airline. Lufthansa will Brussels bis 2019 in Eurowings integrieren, verschob die Detailplanung aber jüngst - offiziell wegen der Air-Berlin-Pleite inklusive der Integration von LGW beziehungsweise neuen Flugzeugen.

Gustin hingegen sprach sich in Interviews mehrfach dafür aus, dass Brussels als Marke erhalten bleibe. Der Carrier brilliert mit guten Afrika-Langstrecken und dem Verkehr von EU-Lobbyisten in Brüssel.

Märkte von Brussels
Angaben in Prozent
Belgien 46.3
Frankreich 6.0
Spanien 5.9
Italien 5.2
Großbritannien 4.3
Schweiz 3.2
Übrige Länder 29.1

Die Grafik zeigt die Verteilung der angebotenen Sitzplatzkapazitäten von Flügen von Brussels Airlines aufgeschlüsselt nach den einzelnen An- und Abflugländern. Die Angaben beziehen sich auf den laufenden Winterflugplan bis Ende März. "Übrige Länder" sind alle mit je weniger als drei Prozent Anteil. Die Daten sind gerundet. Quelle: ch-aviation, Stand: 6. Februar 2018

Zuletzt sollen die Zahlen von Brussels allerdings so schlecht gewesen sein, dass Lufthansa-Chef Carsten Spohr laut Medienberichten "die Geduld verloren" habe. Er nutzte demnach den Umstand, dass die vier Brussels-Mitglieder im Verwaltungsrat der SN Airholding seit Jahresbeginn kein Vetorecht mehr haben und von den fünf Lufthansa-Managern mit einfacher Mehrheit überstimmt werden können.

© Lufthansa, Lesen Sie auch: Brussels und Lufthansa streiten über den Kurs

Von: cs
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