Brussels soll 2020 bei Eurowings integriert sein

17.10.2018 - 12:29 0 Kommentare

Die Fusion von Brussels Airlines und Eurowings wird weiter vorangetrieben. Für die IT-Verschmelzung nennt Brussels-Chefin Förster nun einen konkreten Termin.

Christina Förster. - © © Brussels Airlines -

Christina Förster. © Brussels Airlines

Die Einbindung von Brussels Airlines in die Eurowings-Gruppe wird voraussichtlich noch zwei Jahre dauern. Airline-Chefin Christina Förster sagte gegenüber dem niederländischen Magazin "Luchtvaartnieuws", sie hoffe, dass die Integration bis Ende 2020 abgeschlossen sei.

Die Herausforderung bei der Fusion liege vor allem im IT- Bereich. "Brussels Airlines und Eurowings nutzen zwei sehr unterschiedliche IT-Plattformen, und wir wollen das vereinheitlichen." Die Ausgaben dafür seien "enorm" und müssten von Brussels eigenständig gestemmt werden.

Brussels führte erst Anfang 2016 das System Amadeus Altea ein, das auch Lufthansa nutzt. Eurowings nutzt dagegen die Plattform Navitaire, die für Low-Cost-Carrier entwickelt wurde.

Name Brussels funktioniert nicht europaweit

Trotz Eurowings-Integration soll der Name Brussels Airlines vorerst erhalten bleiben, bekräftigt Förster. "Aber wie wir bereits gesagt haben: Für eine europaweite Expansion ist der Name Brussels Airlines nicht ideal." Wolle man etwa von Rom nach Mallorca fliegen, sei er nicht sinnvoll.

Vorerst hat Brussels aber die Rolle als Afrika-Spezialist in der Lufthansa Group übernommen und verantwortet nun die gesamten Vertriebsaktivitäten des Konzerns für den Kontinent. "Eine echte Anerkennung", meint Förster.

© AirTeamImages.com , Matthieu Douhaire Lesen Sie auch: Brussels und Eurowings stecken Bereiche ab

Die Aufgabenteilung zwischen Eurowings und Brussels wurde im Juli neu definiert: Während die Belgier als "Kompetenz-Center" für die Langstrecke fungieren sollen, übernimmt Eurowings die Steuerung des Kurzstreckengeschäfts.

Lufthansa hatte Brussels Ende 2016 komplett übernommen und immer wieder eine Integration in Eurowings angekündigt. Detailplanung und Umsetzung mussten jedoch verschoben werden, weil zuletzt die Übernahme von Teilen der Air Berlin Vorrang hatte.

Von: pra
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