Britische Behörde: Ryanair soll Streikopfer entschädigen

05.12.2018 - 11:14 0 Kommentare

Die Streikwelle im Sommer könnte für den Billigflieger Ryanair noch teuer werden. Die britische Luftverkehrsaufsicht CAA hat rechtliche Schritte gegen die Airline angekündigt, weil diese die betroffenen Passagiere nicht entschädigen will.

Streikende Ryanair-Piloten in Belgien. - © © dpa - Virginie Lefour/BELGA

Streikende Ryanair-Piloten in Belgien. © dpa /Virginie Lefour/BELGA

Ryanair hat sich bislang auf die bisherige Rechtsprechung berufen, dass Streiks zu den "außergewöhnlichen Umständen" zählen, bei denen die Airlines nicht zahlen müssen. Die CAA vertritt hingegen die Auffassung, dass bei diesen Crew-Streiks den Passagieren nach den EU-Richtlinien doch Entschädigungen zustehen. Dies teilte sie am Mittwoch mit.

Nach einem Bericht der britischen Nachrichtenagentur PA vom Mittwoch hat Ryanair daraufhin die Zusammenarbeit mit der CAA-Schlichtungsstelle ADR beendet.

© dpa, Stina Stjernkvist/TT NEWSAGENCY/AP Lesen Sie auch: Fluggastrechteportal verklagt Ryanair wegen Streiks

Von: pra, dpa
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