Breitere Economy-Sitze sollen Umsatz im A320 steigern

11.04.2013 - 16:23 0 Kommentare

Airbus hat auf der Aircraft Interiors Expo in Hamburg ein neues Sitzkonzept für die Economy-Kabine vorgestellt. Die Innovation soll Airlines helfen, den Umsatz zu steigern - mit einem besonders breiten Sitz.

Airbus stellt auf der Aircraft Interiors Expo 2013 in Hamburg einen 20-Zoll breiten Sitz in der A320-Kabine vor

Airbus stellt auf der Aircraft Interiors Expo 2013 in Hamburg einen 20-Zoll breiten Sitz in der A320-Kabine vor
© airliners.de - David Haße

Airbus stellt auf der Aircraft Interiors Expo 2013 in Hamburg einen 20-Zoll breiten Sitz in der A320-Kabine vor

Airbus stellt auf der Aircraft Interiors Expo 2013 in Hamburg einen 20-Zoll breiten Sitz in der A320-Kabine vor
© airliners.de - David Haße

Airbus stellt auf der Aircraft Interiors Expo 2013 in Hamburg einen breiteren Sitz in der A320-Kabine vor

Airbus stellt auf der Aircraft Interiors Expo 2013 in Hamburg einen breiteren Sitz in der A320-Kabine vor
© airliners.de - David Haße

Airbus will den breiteren Rumpfdurchmesser der A320-Familie im Vergleich zur Boeing 737 für die Optimierung der Airline-Yields nutzen. Die Economy-Sitzbänke im A320 bestehen normalerweise aus drei jeweils 18 Zoll breiten Sitzen. Das ist zwar jeweils rund ein Zoll mehr als in der etwas schmaleren Boeing 737 aber eben noch kein wirkliches "Aha"-Erlebnis für die Passagiere.

Der breitere Rumpfdurchmesser könne stattdessen gewinnbringender genutzt werden, um den Passagieren auf einem Sitz pro Economy-Dreierbank deutlich mehr Komfort zu bieten, so Airbus. Der Airbus-Entwurf sieht daher vor, zwei 17 Zoll und einen 20 Zoll breiten Sitz pro Bank zu verbauen.

Der extra breite Sitz ist dabei interessanterweise nicht der Mittelsitz. Obwohl diese aus Passagiersicht wohl ideale Lösung auch möglich wäre, hätten Fluggesellschaften für den breiten Sitz andere Planungen, so Stefanie von Linstow, Aircraft Interiors Marketing Manager bei Airbus gegenüber airliners.de. Aus Vertriebssicht sei nämlich der Gangplatz die beste Wahl.

"Fluggesellschaften verkaufen bereits heute spezielle Sitze, etwa mit besonders großer Beinfreiheit, für einen höheren Preis. Genauso kann also der extrabreite Sitz in jeder Reihe zu höheren Preisen verkauft werden." Der Fensterplatz sei ohnehin attraktiv, für einen Mittelsitz würde dagegen niemand extra bezahlen, so von Linstow.

Letztlich entscheiden also die Airlines, wie sie den etwas breiteren Rumpf der A320-Familie nutzen wollen: Wie gehabt mit generell etwas breiteren Sitzen im Vergleich zur 737, einem vergleichsweise breiteren Gang fürs zügige Ein- und Aussteigen oder aber eben mit dem neuen Sitzkonzept: Mehr Komfort für alle durch einen besonders breiteren Mittelsitz, mehr Umsatz durch einen extrabreiten Gangplatz.

Von: airliners.de
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