«Vier bringen Sie weiter»

Branche startet Effizienzkampagne

14.01.2013 - 17:15 0 Kommentare

Die Luftfahrtbranche hat eine großangelegte Werbekampagne zu ihrem gesunkenen Energieverbrauch gestartet. Sie soll auf den durchschnittlichen Verbrauch von unter vier Litern pro Passagier auf 100 Flugkilometer hinweisen.

Logo der BDL-Kampagne Vier bringen Sie weiter - © © BDL -

Logo der BDL-Kampagne Vier bringen Sie weiter © BDL

Die deutsche Luftfahrtindustrie will in der Öffentlichkeit nicht länger als Energieverschwender dastehen. Die am Montag in Frankfurt vom Branchenverband BDL gestartete Kampagne «Vier bringen Sie weiter» soll auf den durchschnittlichen Treibstoffverbrauch von unter vier Litern pro Passagier auf 100 Flugkilometer hinweisen. Bei einer repräsentativen Umfrage hätten gerade einmal 14 Prozent den richtigen Wert genannt, während die große Mehrheit den Energieverbrauch beim Fliegen um ein Mehrfaches überschätzt habe, berichtete BDL-Präsident Klaus-Peter Siegloch.

Die neue Werbekampagne ist den Angaben zufolge die erste gemeinsame aller deutschen Flughäfen und Luftfahrtgesellschaften. Geplant sind 900 Plakate auf den Flughäfen, ein Videospot, der auch im Bordprogramm der Airlines laufen soll, das Auslegen von 600.000 Flyern sowie Anzeigen und Onlinebanner.

Laut BDL verbrauchten die Maschinen der im Verband organisierten Fluggesellschaften im vergangenen Jahr 3,92 Liter Kerosin pro 100 Passagierkilometer. Der Treibstoffverbrauch pro Passagier liege heute 37 Prozent niedriger als 1990, ohne dass es dazu Vorschriften oder Auflagen gebraucht hätte, meinte Siegloch. Man strebe nun möglichst schnell den 3-Liter-Verbrauch an.

Neben effizienteren Maschinen sorgt vor allem die höhere Auslastung der Jets für die Verbesserung, wie Lufthansa-Chef Christoph Franz erläuterte. Bei den Netzwerkgesellschaften werden um die 80 Prozent der Plätze verkauft, die Charterflieger liegen bei über 90 Prozent. Auf kurzen Flügen ist der Verbrauch höher als auf langen Strecken.

Externer Link: www.die-vier-liter-flieger.de

Von: dpa, dapd, BDL
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