Branche erwartet spätere Einführung von Flüssigkeitsscannern

30.04.2012 - 08:10 0 Kommentare

Der Branchenverband BDL erwartet, dass sich die Einführung von Flüssigkeitsscannern an Flughäfen verzögern wird. Der Termin Ende April 2013 sei nach bisherigem Stand unrealistisch, hieß es.

Demonstration eines Flüssigkeitsscanners (27.04.2011) - © © dpa - Tim Brakemeier

Demonstration eines Flüssigkeitsscanners (27.04.2011) © dpa /Tim Brakemeier

Die Luftfahrtbranche rechnet mit Verzögerungen bei der Einführung von Flüssigkeitsscannern, die eigentlich für den 29. April 2013 geplant ist. "Nach dem bisherigen Stand ist das Datum unrealistisch", sagte der Präsident des Bundesverbands der deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL), Klaus-Peter Siegloch, der Zeitung "Welt am Sonntag". Es müsse sichergestellt sein, dass die Geräte zuverlässig in der Kontrolle von Flüssigkeiten seien. Das sei bisher nicht der Fall.

Sollten die Scanner eingeführt werden, drohen Fluggästen nach Angaben des Flughafenverbands ADV höhere Ticketpreise. 400 bis 500 Millionen Euro würde allein in Deutschland die Einführung der Detektoren kosten. Neben der Anschaffung der Geräte müssten auch Flughafengebäude umgebaut und rund 4.000 zusätzliche Sicherheitskräfte eingestellt werden. Die Kosten würden über die Sicherheitsgebühr an den Fluggast weitergegeben. Die Flughäfen in Europa wehren sich gegen die für April 2013 geplante Aufhebung der EU-Flüssigkeitsregelung.

Von: dapd
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

Anzeige schalten »
  • Blick auf den Flughafen Frankfurt. Deutschlands Airport-Primus legt im Juli zu

    Mehr Passagiere, mehr Flugbewegungen, mehr Fracht: Das ist die Monatsbilanz des Airports Frankfurt. Doch nicht nur Deutschlands größter Flughafen macht Betreiber Fraport Freude.

    Vom 10.08.2017
  • Fluggäste am Airport Hannover Deutsche Flughäfen zählen mehr Passagiere

    Die deutschen Airports haben im Juli bei den Verkehrszahlen zulegen können. Das berichtet der Flughafenverband ADV. Im Segment der innerdeutschen Flüge läuft es jedoch nicht so gut.

    Vom 16.08.2017
  • Virtualisierung eines Flugzeugs: 70 Mitarbeiter arbeiten zunächst in dem Institut. Institut für Digitalisierung der Luftfahrt in Dresden gegründet

    Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat in Dresden ein Institut zur Softwareforschung im Bereich Flugzeugbau gegründet. Dort sollen virtuelle Tests von Prozessen und Produkten entwickelt werden, die schneller, günstiger und sicherer als Erprobungen in der Realität sind - vom ersten digitalen Entwurf bis zur simulierten Außerdienststellung.

    Vom 09.08.2017

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus