Bordverpfleger Gategroup soll zurück an die Börse

06.03.2018 - 17:07 0 Kommentare

Der chinesische HNA-Konzern will seine Mehrheit an Gategroup abgeben. Spätestens im Sommer soll der Schweizer Dienstleister wieder an der Börse gehandelt werden.

Catering durch Gate Gourmet. - © © gategroup -

Catering durch Gate Gourmet. © gategroup

Der chinesische Konzern HNA will sich von einer Mehrheit an Gategroup trennen. 65 Prozent der Aktien des Bordverpflegers sollen spätestens ab Mitte des Jahres wieder an der Schweizer Börse gehandelt werden.

Unklar ist noch, wie viel Geld HNA aus diesem Börsengang ziehen wird. Gategroup will die eigenen Aktien Ende des ersten oder im zweiten Quartal nach nur einem Jahr Abwesenheit wieder an die Schweizer Börse SIX Swiss Exchange bringen, wie der Bordverpfleger am Dienstag mitteilte.

Im Zuge des Börsengangs (IPO) sollen einerseits neue Aktien geschaffen und ausgegeben werden. Die Einnahmen aus dieser Kapitalerhöhung, schätzungsweise 350 Millionen Franken, fließen an Gategroup.

Damit ist klar, in welchem Umfang Gategroup von dem Börsengang profitieren wird. Das Geld soll für den Kauf der restlichen Anteile der Bordverpflegungseinheit Servair von Air France/KLM, die teilweise Finanzierung von Pensionsplänen und andere Unternehmenszwecke verwendet werden.

Ende Dezember 2017 hatte Gategroup eine Mehrheit an Servair für 237,5 Millionen Euro übernommen. Im Gesamtjahr 2017 hat sich die Nettoverschuldung von Gategroup auf 712,4 Millionen Franken von 352,1 Millionen Franken im Vorjahr verdoppelt.

Darüber hinaus verkauft HNA anlässlich des Börsengangs die Mehrheit ihrer bestehenden Gategroup-Aktien, präzisiert Gategroup den Vorgang auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Der Erlös aus diesem Verkauf fließt an HNA; Gategroup erhält davon nichts. Offen ist derzeit noch der Preis, zu dem diese Aktien gehandelt werden.

Deshalb ist auch noch offen, wie viel Geld aus dem IPO an die HNA Aviation Group, fließen wird. Angestrebt wird laut Mitteilung, dass künftig rund 65 Prozent aller Aktien in Streubesitz sein werden, also an der Börse frei gehandelt werden. HNA wird demnach 35 Prozent an Gategroup behalten und, wie es in der Mitteilung heißt, "langfristiger Ankeraktionär" bleiben.

© Flughafen Frankfurt-Hahn, Lesen Sie auch: Hahn-Verkauf: HNA Group gibt keine Jobgarantie

Zur HNA-Gruppe gehören neben Gategroup die Flugzeugwartungsfirma SR Technics sowie der Flugzeug- und Flughafendienstleister Swissport, der ebenfalls teilweise an die Börse gebracht werden soll. Die Chinesen sind zudem Mehrheitseigner des Flughafens Hahn, Großaktionär bei der Deutschen Bank und halten Beteiligungen an der Hotelkette Hilton.

Von: dpa, pra
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