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Bombardier montiert CSeries-Prototyp

16.10.2012 - 14:31 0 Kommentare

Bombardier Aerospace hat mit dem Zusammenbau des ersten fliegenden Prototypen der neuen CSeries-Flugzeugfamilie begonnen. Zeitgleich wurden an die Statik-Zelle die Flügel montiert.

Rumpf 50.001 wird der erste fliegende Jet der CSeries

Rumpf 50.001 wird der erste fliegende Jet der CSeries
© Bombardier

Bombardier nutzt die CAST-Zelle f

Bombardier nutzt die CAST-Zelle f
© Bombardier

Bombardier CS100

Bombardier CS100
© Bombardier

Der kanadische Flugzeugbauer Bombardier Aerospace hat am Standort Mirabel (Quebec) jetzt alle Rumpfsektionen einschließlich Cockpit für den ersten fliegenden Prototypen (Flight Test Vehicle - FTV 1) der neuen CSeries beisammen. Wie der Hersteller am Montag mitteilte, startet nun die Montage der einzelnen Segmente.

Außerdem wurden in der Testeinrichtung in St. Laurent die aus Belfast (Irland) angelieferten Tragflächen an den dortigen Rumpf montiert. Diese Zelle (Complete Airframe Static Test – CAST) wird nur am Boden genutzt. Der Hersteller benötigt die hierbei gewonnenen Daten für die Zertifizierung.

Neben FTV 1 und CAST gibt es in Mirabel auch noch das „Aircraft 0“. Darin hat Bombardier die komplette Avionik, Flugsteuerungskontrollen, Elektrik, Hydraulik sowie Verkabelungen samt Fahrwerk für die Tests zur Systemintegration aufgebaut. „Auf diese Art können wir 20 Stunden pro Tag virtuelle Flüge durchführen“, sagt Rob Dewar, Vice President und General Manager, CSeries, Bombardier Commercial Aircraft. „Aircraft 0“ soll Schwachstellen aufdecken, bevor das erste Flugzeug abhebt. Bisher sei jedoch alles problemlos verlaufen, so Dewar.

Die komplett neu entworfene CSeries-Familie zielt auf den Markt der 100- bis 149-Sitzer. Mit ihren PW1500G-Triebwerken von Pratt & Whitney soll sich laut Hersteller ein Kostenvorteil von 15 Prozent bei den Betriebskosten und 20 Prozent beim Treibstoffverbrauch ergeben. Die Reichweite beträgt bis zu 2.950 Nautische Meilen (5.463 Kilometer).

Das Auftragsbuch für die CSeries enthält feste Bestellungen für 138 Flugzeuge (66 CS100 und 72 CS300). So hat Lufthansa 30 CS100 und die schweizerische Privatair fünf CS100 bestellt. Weitere Kunden sind Korean Air (10 CS300), Lease Corporation International (3 CS100, 17 CS300) und Republic Airways (40 CS300). Ferner gehen 23 CS100 an nicht näher bezeichnete Kunden.

Zusätzlich sicherten sich Kunden 124 Optionen und zehn Kaufrechte. Darüber hinaus erhielt das CSeries-Flugzeugprogramm eine bedingte Bestellung über fünf CS100- und zehn CS300-Airliner sowie Absichtserklärungen für den Kauf von bis zu 30 CSeries-Flugzeugen.

Von: airliners.de mit Bombardier Aerospace
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