Boeing hebt Nachfrage-Prognose für chinesischen Markt an

13.09.2016 - 11:51 0 Kommentare

Boeing erwartet einen Nachfrage-Boom aus China. Vor allem kleinere Flugzeuge mit nur einem Kabinengang werden nachgefragt, schätzt der amerikanische Airbus-Rivale ein.

Endmontagelinie der Boeing 737 in Renton. - © © airliners.de - David Haße

Endmontagelinie der Boeing 737 in Renton. © airliners.de /David Haße

Der Flugzeugbauer Boeing rechnet mit einer wachsenden Nachfrage aus China. Das Riesenreich werde in den kommenden 20 Jahren über 6800 neue Flugzeuge benötigen, teilte der US-Konzern am Dienstag mit. Das entspräche einem Wert von mehr als einer Billion US-Dollar. Damit ist der Airbus-Rivale optimistischer als zuletzt. Im vergangenen Jahr war Boeing noch von einem Bedarf von 6330 Flugzeugen für die kommenden 20 Jahre ausgegangen.

Die chinesische Wirtschaft werde immer konsumorientierter und bei diesem Wandel spiele die Luftfahrt eine tragende Rolle, sagte Randy Tinseth, Vize-Marketing-Chef von Boeings ziviler Luftfahrtsparte. Der wachsende Wohlstand und einfachere Visa-Bestimmungen erleichterten das Reisen. Die Zahl der Passagiere dürfte pro Jahr um 6,4 Prozent steigen. Der Online-Handel werde das Frachtaufkommen fördern.

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Boeing erwartet, dass vor allem kleinere Flugzeuge mit nur einem Kabinengang nachgefragt werden. Etwa drei Viertel der Bestellungen dürften auf dieses Segment entfallen. Das entspricht 5110 neuen Flugzeugen.

Weltweit werden laut Boeing in den kommenden zwei Dekaden 39.620 neue Flugzeuge gebraucht Foto: © Boeing,

Weltweit werden laut Boeing in den kommenden zwei Dekaden 39.620 Flugzeuge mit einem Bestellwert von 5,9 Billionen US-Dollar (rund 5,2 Billionen Euro) gebraucht. Airbus geht von einem weltweiten Bedarf an voraussichtlich 33.070 neuen Verkehrsflugzeugen aus. Und trotz einer sich abschwächenden Wirtschaft rechnet auch der europäische Flugzeugbauer in China in den nächsten Jahren mit guten Geschäften.

Der amerikanische Flugzeugbauer hatte unlängst zudem seine aktuelle Prognose über den weltweiten Bedarf an neuen Piloten deutlich nach oben korrigiert. Das gilt auch für die Flugzeugtechniker.

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Von: gk
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