Boeing-Chef sieht Softwareupdate für gegroundete 737 Max auf Kurs

12.04.2019 - 11:25 0 Kommentare

Auf einer Konferenz in Dallas spricht der Vorstandsvorsitzende von Boeing über die Fortschritte beim Update für das störanfällige MCAS-System in der 737 Max. Er sieht keine großen Hürden mehr. Alle Fehler seien gefunden.

Endmontage der Boeing 737 Max im Boeing-Werk Renton im US-Staat Washington. - © © dpa - Ted S. Warren/AP

Endmontage der Boeing 737 Max im Boeing-Werk Renton im US-Staat Washington. © dpa /Ted S. Warren/AP

Boeing-Chef Dennis Muilenberg sieht das Softwareupdate für die gegroundeten 737 Max auf Kurs. Der Manager bekräftigte am Donnerstag in Dallas, dass die Bemühungen für eine Aufhebung des Flugverbots für die 737 Max auf Hochtouren liefen.

Es seien bereits 96 Flüge mit einer Flugzeit von insgesamt über 159 Stunden zum Testen des Updates für die Steuerungssoftware MCAS absolviert worden, so Muilenberg. In den kommenden Wochen würden weitere Tests folgen, um zu zeigen, "dass wir sämtliche Vorgaben für die Zertifizierung identifiziert und erreicht haben".

© dpa, Mulugeta Ayene/AP Lesen Sie auch: FAA nimmt 737-Max-Softwareupdate nicht ab

Muilenberg sagte weiter, dass er selbst an einem der Testflüge teilgenommen hätte. Alles funktioniere wie geplant und er sei zuversichtlich, zeitnah "Meilensteine" auf dem Weg zur Zertifizierung des Software-Updates zu erreichen. Boeing wisse, dass man sämtliche Risiken bezüglich des MCAS eliminieren könne und gebe sich auch nicht mit weniger zufrieden.

© dpa, Ted S. Warren/AP Lesen Sie auch: Boeing schraubt 737-Max-Produktion herunter

Die Steuerungssoftware MCAS war eigens für die spritsparende Max-Neuauflage der 737-Serie entwickelt worden. Vorläufige Ermittlungsberichte hatten darauf hingedeutet, dass die Software eine entscheidende Rolle bei den Abstürzen fast werksneuer Flugzeuge in Indonesien und Äthiopien gespielt hat.

Seit Mitte März bleiben daher die über 370 bisher ausgelieferten 737 Max weltweit am Boden, entsprechend groß ist der wirtschaftliche Schaden für die betroffenen Airlines. So hatte der Reisekonzern Tui kürzlich angekündigt, der eruopaweit bereits fünfzehn 737 Max betreibt, die geplanten Max-Kapazitäten durch eine längere Nutzung von Maschinen auszugleichen, die eigentlich durch die Boeing 737 Max ersetzt werden sollten. Zudem müsse man zusätzliche Flugzeuge am Markt "wet" hinzuleasen.

Die US-Billigfluggesellschaft Southwest, der größte BEtreiber des Musters in Nordamerika, hat laut der Zeitung "USA Today" angekündigt, ihre 34 Max-Jets bis mindestens Anfang August am Boden zu lassen, um den Flugplan zuverlässig gestalten zu können.

Verschiedene andere Fluggesellschaften fordern Schadenersatz von Boeing oder überlegen, ihre das Modell abzubestellen.

Von: dk mit dpa
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