Boeing lässt Airbus im ersten Quartal hinter sich

08.04.2015 - 09:02 0 Kommentare

Der US-Flugzeugbauer Boeing hat im ersten Quartal Konkurrent Airbus nicht nur bei den Auslieferungen hinter sich gelassen. Er verbuchte auch mehr Bestellungen von neuen Verkehrsflugzeugen.

Blick in die Boeing-787-Endmontagelinie in South Carolina.

Blick in die Boeing-787-Endmontagelinie in South Carolina.
© Boeing

Blick in die Endmontagehalle für Airbus A330 in Toulouse

Blick in die Endmontagehalle für Airbus A330 in Toulouse
© Airbus - P. Pigeyre

Boeing hat in den ersten drei Monaten dieses Jahres 184 Verkehrsflugzeuge ausgeliefert. Damit hat der US-amerikanische Flugzeugbauer deutlich mehr Maschinen an Kunden übergeben als der europäische Konkurrent Airbus, der im ersten Quartal auf 134 Auslieferungen kam. Das geht aus den aktuellen Statistiken hervor, die die beiden Unternehmen jetzt veröffentlicht haben.

Bei Boeing schlägt die 737 mit 121 Exemplaren im ersten Quartal zu Buche. Aber unter anderem auch 24 Stück der 777 und 30 "Dreamliner" wurden ausgeliefert. Airbus lieferte bis Ende März 109 Flugzeuge der A320-Familie, 20 A330 sowie eine A350 und vier A380 aus.

Seit Jahresbeginn kein Interessent für A350 und A380

Und auch bei den Neubestellungen konnte Boeing den europäischen Hersteller hinter sich lassen. Während die Amerikaner in den Monaten Januar bis März 110 Netto-Aufträge verbuchen konnte, waren es bei Airbus neun weniger. In diesem Zeitraum konnte sich Airbus allerdings nur Aufträge über Modelle der A320- beziehungsweise A330-Familie sichern. Bei der A350 und der A380 steht das Oderbuch 2015 noch bei null. Airbus hält aber an dem schwer verkäuflichen Modell A380 fest. An einer sparsameren Version des Airbus-Flaggschiffs hatte Emirates mehrfach Interesse gezeigt und sogar die Bestellung von 200 Exemplaren in Aussicht gestellt.

© dpa, Yoan Valat Lesen Sie auch: Sorgenkinder und Superlative bei Airbus und Boeing

Boeing hingegen konnte nicht nur Bestellungen für die 737 einsammeln. Auch Neubestellungen über drei 747, sieben 777 und 34 Maschinen des Typs 787 konnte das Unternehmen seit Jahresbeginn verbuchen, wie aus den jetzt vorgelegten Zahlen weiter hervorgeht.

Im vergangenen Jahr hatte Airbus den Mitbewerber Boeing bei den Neuaufträgen hinter sich gelassen. Der europäische Hersteller verkaufte 1.456 Maschinen und damit 24 mehr als der US-Konkurrent.

Von: airliners.de
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