FAA und EASA geben Grünes Licht

Boeing 787 zugelassen

29.08.2011 - 10:56 0 Kommentare

Boeing hat die amerikanische FAA- und die europäische EASA-Zulassung für den neuen 787 Dreamliner erhalten. Damit ist der Weg frei für die Erstauslieferung des Jets an die japanische ANA.

FAA-Administrator Randy Babbitt (rechts) übergibt Capt. Mike Carriker, 787-Chefpilot und Mike Sinnett, 787 Vice President und Chief Project Engineer, die US-Zulassung

FAA-Administrator Randy Babbitt (rechts) übergibt Capt. Mike Carriker, 787-Chefpilot und Mike Sinnett, 787 Vice President und Chief Project Engineer, die US-Zulassung
© Boeing

Während der Zertifizierungsfeier vollführt eine zweite Boeing 787 einen Vorbeiflug

Während der Zertifizierungsfeier vollführt eine zweite Boeing 787 einen Vorbeiflug
© Boeing

Der US-Flugzeughersteller Boeing kann mit der Auslieferung der neuen 787 „Dreamliner“ beginnen. Wie das Unternehmen am Freitag mitteilte, haben die amerikanische Luftfahrtbehörde FAA und die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) die notwendige Zulassung erteilt.

Mitte August hatte Boeing das Flugtestprogramm der 787 abgeschlossen. Die japanische ANA All Nippon Airways wird das Flugzeug als erster Kunde Ende September im Empfang nehmen.

Die Erwartungen an den «Dreamliner» sind hoch: 827 Maschinen sind bestellt, 15 davon gehen nach Deutschland an Air Berlin. «Mit diesem Flugzeug beginnt ein neues Kapitel in der Luftfahrt-Geschichte», erklärte Albaugh. Projektchef Scott Fancher sagte bei einem Festakt auf dem Werksgelände, der Jet mische die Karten in der Luftfahrt neu.

Der «Dreamliner» besteht zu großen Teilen aus leichten Verbundmaterialien statt wie üblich aus Aluminium. Das hatte zu massiven Problemen bei der Entwicklung und Produktion geführt und den Zeitplan immer wieder durcheinander gebracht. Am Ende soll sich die neue Technik aber durch Treibstoffeinsparungen auszahlen. Boeing verspricht den Passagieren darüber hinaus ein besonders angenehmes Reisen.

Ein «Dreamliner» kostet laut Liste bis zu 218 Millionen Dollar (150 Mio Euro). Bevor Boeing mit dem Flugzeug jedoch Geld verdient, müssen erst einmal die horrenden Kosten durch die Verzögerungen wieder hereingeholt werden. Airbus' Antwort auf den «Dreamliner» ist der A350, der den Planungen zufolge ab Ende 2013 ausgeliefert wird.

Von: Boeing, dpa, airliners.de
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