Nach Brexit-Votum: BMI Regional setzt weiter auf Deutschland

09.03.2017 - 17:27 0 Kommentare

Der drohende Brexit verängstigt die in Großbritannien ansässige Fluggesellschaft BMI Regional nicht. Die Airline setzt weiter auf Kooperationen mit größeren Fluggesellschaften - wie beispielsweise der Lufthansa.

Embraer-Jet in den Farben der BMI Regional. - © © AirTeamImages.com - Danish Aviation Photo

Embraer-Jet in den Farben der BMI Regional. © AirTeamImages.com /Danish Aviation Photo

Die britische Fluggesellschaft BMI Regional zeigt sich in einer ersten Bilanz auf der ITB zufrieden mit dem Codeshare-Programm mit der Lufthansa. "Wir sind ein starker Partner, der es der Lufthansa erlaubt, kleinere Ziele zu bedienen", sagt BMI-Regional-Gründer Ian Woodley im Gespräch mit airliners.de.

BMI Regional bedient mit kleineren Flugzeugen abgelegenere Airports wie Rostock/Laage oder Jönköping in Schweden und schließt diese dank eines Codeshare-Programms an das Netzwerk der Kranich-Airline an.

Wir bieten der Lufthansa die Chance, in dynamischen Regionen ihren Fußabdruck zu hinterlassen.

BMI-Regional-Grüner Ian Woodley

Viele Airlines hätten in den vergangenen Jahren die regionalen Märkte aufgeben müssen. "Aber wir haben überlebt", so Woodley. Auch weil BMI Regional ganz genau das eigene Geschäftsmodell analysiert habe. "Wir setzen auf die Nische", und aus dieser heraus "auf zahlreiche Kooperationen mit größeren Fluggesellschaften.

"Allein in den vergangenen zehn Monaten haben wir unsere Interline-Partnerschaften auf zehn erhöht", so Woodley. In den vergangenen zwölf Monaten konnte BMI Regional die Zahl ihrer Passagiere um 30 Prozent steigern und die eigene Flotte um zwei neue Maschinen erweitern.

Gegen den Strategieschwenk

Fast 40 Prozent der Sitzkapazitäten von BMI Regional sind auf Verbindungen außerhalb Großbritanniens gelegt. Dennoch blickt Woodley dem Brexit entlassen entgegen: "Wir ändern erst einmal nichts an unserer Strategie."

Denn BMI Regional ist überzeugt davon, dass es nicht zu einem harten Brexit kommen wird und beispielsweise britische Fluggesellschaften den Zugang zur European Common Aviation Area (ECAA) verlieren.

© Flughafen München, Lesen Sie auch: BMI Regional will pan-europäische Strategie trotz Brexit nicht aufgeben

Woodley ist sich sicher, dass die Politik einschreiten und für britische Fluggesellschaften einen umfassenden Zugang zum europäischen Flugmarkt aushandeln wird, sofern es bei einer Regel stocken sollte.

Dennoch gibt er für den Fall des Falles der hiesigen Luftverkehrswirtschaft ein Versprechen: "Falls wir uns entscheiden müssten, würden wir alles daran setzen, in Deutschland zu bleiben."

© dpa, Andy Rain Apropos (12): Brexit-Folgen für den Luftverkehr

Von: cs
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