Black Box sendet 30 Tage lang Signale

20.03.2014 - 15:58 0 Kommentare

Sollte die verschollene Malaysia-Airlines-Boeing tatsächlich im Indischen Ozean liegen, steht den Suchmannschaften nach Air-France-AF447 eine weitere Tiefseesuche bevor. Helfen könnte die Black-Box, die aber nur rund 30 Tage lang Signale sendet.

Bergung des AF447-Flugdatenschreibers

Bergung des AF447-Flugdatenschreibers
© BEA

Einer der beiden Flugschreiber des Airbus A330 der Air France AF447

Einer der beiden Flugschreiber des Airbus A330 der Air France AF447
© dpa - Emma Foster

Flugdatenschreiber

Flugdatenschreiber
© dpa

Flugdatenschreiber des am 10.4.2010 verunglückten polnischen Regierungsflugzeugs

Flugdatenschreiber des am 10.4.2010 verunglückten polnischen Regierungsflugzeugs
© dpa, S. Chirikov

Sollten im Indischen Ozean tatsächlich Wrackteile der verschollenen Boeing entdeckt worden sein, steht den Ermittlern ein Wettlauf gegen die Zeit bevor. Denn nur etwa 30 Tage lang sendet die sogenannte Black-Box, die sich an Bord jedes kommerziellen Flugzeugs befindet, akustische Signale aus. Dann ist die Batterie leer. Der eigentlich orangefarbene Metallbehälter beinhaltet einen Flugschreiber, der alle relevanten Daten registriert - wie Kurs, Flughöhe oder Tempo. Zudem zeichnet ein Stimmenrekorder Gespräche und Geräusche im Cockpit auf.

Die Geräte halten extremen Temperaturen ebenso Stand wie hohem Wasserdruck und helfen, ein Unglück zu rekonstruieren. Ein Ortungsgerät, das sich bei der Berührung mit Wasser einschaltet, soll das Auffinden der Box ermöglichen, wenn ein Flugzeug ins Meer stürzt. Signale sind nach Angaben von Experten noch aus mehr als 4000 Metern Wassertiefe zu empfangen. Das nun in den Fokus der Suchtrupps gerückte Seegebiet ist schätzungsweise gut 1000 Meter tief. Da Flug MH370 der Malaysia Airlines am 8. März verschwand, ist schon ein großer Teil der 30-Tage-Frist verstrichen.

Zunächst erfolglos blieb die Suche zum Beispiel im Sommer 2009, nachdem ein Airbus der französischen Gesellschaft Air France auf dem Weg von Rio de Janeiro nach Paris mit 228 Menschen an Bord ins Meer gestürzt war. Wenige Tage nach dem Unglück wurden erste Wrackteile identifiziert. Die Suche nach der Black-Box begann am 10. Juni 2009 und endete einen Monat später, ohne dass die Sender geortet wurden. Erst bei einer neuen Aktion zwei Jahre später konnten Tauchroboter die Geräte aus 4000 Metern Tiefe bergen.

Von: dpa, airliners.de
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