Billigflieger-Gate in Frankfurt soll früher öffnen

06.07.2017 - 09:07 0 Kommentare

Der Flughafen Frankfurt will auch Low-Cost-Carrier für weiteres Wachstum nutzen und baut deshalb einen Flugsteig nur für Billigflieger. Laut Fraport-Chef Stefan Schulte soll dieser früher als geplant in Betrieb gehen.

Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender der Fraport AG. - © © dpa - Boris Roessler

Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender der Fraport AG. © dpa /Boris Roessler

Um stärker vom Boom der Billigflieger zu profitieren, will der Frankfurter Flughafen deutlich schneller Platz für zusätzliche Fluggäste schaffen. Der sogenannte Flugsteig G für Low-Cost-Airlines solle bereits Anfang 2020 und damit drei Jahre früher als geplant in Betrieb gehen, sagte Fraport-Chef Stefan Schulte der Zeitung "Die Welt". "Wir werden die Eröffnung des Flugsteigs G also vorziehen." Der Flugsteig ist in den bisherigen Planungen für vier bis sechs Millionen Passagiere pro Jahr ausgelegt.

Schulte hatte bereits im Mai auf der Hauptversammlung des Konzerns angekündigt, der neue Flugsteig könne in Leichtbauweise bereits deutlich vor der bislang für 2023 geplanten Inbetriebnahme des Abfertigungsgebäudes separat zur Verfügung stehen.

Schulte: 70 Millionen Passagiere 2020 möglich

Schulte rechnet auch wegen der Öffnung des größten deutschen Flughafens für Billigflieger wie Ryanair für dieses Jahr mit einem Aufkommen von etwa 64 Millionen Passagieren. "Im Jahr 2020 könnten es einschließlich Low-Cost-Segment um die 68 bis zu 70 Millionen Passagiere sein", sagte der Fraport-Chef. Der Flughafen will auch davon profitieren, dass Ryanair noch im Laufe dieses Jahres Umsteigeverbindungen für die spanische Fluglinie Air Europa nach Nord- und Südamerika plant.

© dpa, Andreas Arnold Lesen Sie auch: Fraport erwägt spezielles Billigflieger-Terminal

Am Vortag besiegelten Lufthansa und Fraport eine erste Teileinigung im Gebühren-Streit. Demnach bekommt der Flughafen Frankfurt im kommenden Jahr unter anderem keine neue Entgeltordnung. Auslöser für den monatelangen Zwist war, dass der Flughafen Frankfurt Neukunden zum Teil hohe Rabatte gewährt, wie beispielsweise Ryanair, die im März eine Basis in Frankfurt eröffnet hatten.

Die Lufthansa-Billigtochter Eurowings, die im kommenden Jahr auch zum Lufthansa-Heimatflughafen Frankfurt kommen möchte, würde diese Rabatte nicht bekommen. Die Gespräche zwischen Lufthansa und Fraport laufen noch.

© AirTeamImages.com, Felix Gottwald Lesen Sie auch: Erste Einigung zwischen Fraport und Lufthansa im Gebühren-Streit

Von: cs, dpa-AFX
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