Bilanz 2012: Stuttgart erzielt über 30 Millionen Euro Gewinn

30.04.2013 - 14:54 0 Kommentare

Der Stuttgarter Flughafen hat die Bilanz für 2012 vorgelegt. Mit über 30 Millionen Euro verfehlte der Airport das Rekordergebnis von 2011 nur knapp. Für das laufende Jahr zeigt sich Flughafenchef Fundel pessimistisch.

Blick auf Vorfeld und Terminal des Flughafens Stuttgart - © © Flughafen Stuttgart -

Blick auf Vorfeld und Terminal des Flughafens Stuttgart © Flughafen Stuttgart

Angesichts der schwierigen Lage in der Luftfahrtbranche rechnet der Stuttgarter Flughafen 2013 mit einem spürbaren Passagierrückgang. Für das laufende Jahr erwartet der Airport ein Minus von bis zu fünf Prozent, wie Geschäftsführer Georg Fundel am Dienstag erklärte. 2012 war die Zahl der Fluggäste noch leicht um 1,5 Prozent auf 9,7 Millionen hochgegangen. Bei den Flugbewegungen stand ein Minus von 3,7 Prozent.

«Der gesamtwirtschaftliche Rahmen für die Luftfahrtbranche bleibt schwierig», sagte Fundel. «Große Airlines wie die Lufthansa oder Air Berlin müssen weiter konsolidieren, und auch wir Flughafenbetreiber stehen unter immensem Erlös- und Kostendruck.»

2012 ging der Gewinn des Flughafens leicht um knapp ein Prozent auf 30,3 Millionen Euro zurück. Das ist das zweitbeste Jahresergebnis in der Geschichte des Unternehmens, freut sich Fundel. Die Umsätze wuchsen um 1,5 Prozent auf 230,5 Millionen Euro. Im Jahr 2011 verzeichnete der Airport mit 30,5 Millionen Euro sein bestes Ergebnis.

Anfang April hatte der Airport erklärt, geringere Fluggastzahlen hingen auch mit weniger Starts und Landungen zusammen. Allein in den ersten drei Monaten dieses Jahres war die Zahl der Flugbewegungen am Stuttgarter Airport um zehn Prozent zurückgegangen. Die Zahl der Passagiere in Stuttgart sank im ersten Quartal um vier Prozent auf 1,76 Millionen.

Fundel hatte damals erklärt, dass Überkapazitäten in der Luftfahrtindustrie, Preisanpassungen durch stark gestiegene Kerosinkosten und die Ticketsteuer die deutschen Airlines belasteten.

Fluggesellschaften macht neben hohen Kerosinpreisen die 2011 eingeführte Luftverkehrsabgabe schwer zu schaffen. Die Aufschläge für Starts von deutschen Flughäfen drücken auf ihre Bilanzen, da sie die Summen im harten Wettbewerb nur bedingt auf die Ticketpreise aufschlagen können.

Von: dpa, airliners.de
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