Bilanz 2012: Heftiger Gewinneinbruch bei Air-Berlin-Tochter Niki

17.10.2013 - 15:29 0 Kommentare

Niki, die österreichische Tochter der Air Berlin Group, hat im vergangenen Jahr gerade mal 38.000 Euro verdient. 2011 bewegte man sich noch im Millionenbereich. Niki-Geschäftsführer Christian Lesjak nennt die Gründe für den Gewinneinbruch.

Airbus A320 der Niki - © © Niki -

Airbus A320 der Niki © Niki

Die österreichische Air-Berlin-Tochter Niki hat nach einem Gewinn von 3,16 Millionen Euro im Jahr 2011 im vergangenen Jahr nur noch rund 38.000 Euro erzielt. Hauptverantwortlich sei der Rückgang des operativen Geschäfts um knapp 7,5 Millionen Euro, berichtet das österreichische Branchenportal "Austrian Aviation Net" und beruft sich dabei auf die einheimische Presse.

Niki-Geschäftsführer Christian Lesjak begründet den Gewinneinbruch mit turbulenten Sonderereignissen wie der Eurokrise oder dem arabischen Frühling. Außerdem wirke sich der andauernde Preiskampf mit Austrian Airlines negativ auf den Durchschnittserlös pro Passagier aus. Auch der gestiegene Kerosinpreis mache Niki zu schaffen.

Beim Umsatz legte Niki um über elf Prozent auf 485,5 Millionen Euro zu. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist allerdings verzerrt. Bei Air Berlin werden Flugzeuge innerhalb der Gruppe getauscht. Auch das Buchungssystem ist an den Mutterkonzern ausgelagert. Zudem sind sämtliche Piloten, Flugbegleiter, sowie Techniker über die Personalleasingfirma Labour Pool geleast.

Die Air-Berlin-Gruppe konnte 2012 erstmals wieder einen Gewinn verzeichnen, allerdings nur durch den Verkauf ihres Vielfliegerprogramms an den Großaktionär Etihad. Der Nettogewinn des Konzerns betrug 6,8 Millionen Euro.

Von: Thomas Resch Austrian Aviation Net
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