Beschädigung durch Treppenfahrzeug ist kein außergewöhnlicher Umstand

19.02.2015 - 09:25 0 Kommentare

Beschädigt ein Treppenfahrzeug ein Flugzeug, kann sich die Fluggesellschaft nicht auf einen außergewöhnlichen Umstand berufen. Sie muss sich den Fehler des Fahrzeugführers anrechnen lassen, urteilte ein Gericht.

Blick auf das Vorfeld des Flughafens Lübeck - © © dpa - Markus Scholz

Blick auf das Vorfeld des Flughafens Lübeck © dpa /Markus Scholz

Die Beschädigung eines Flugzeugs durch ein Treppenfahrzeug ist kein außergewöhnlicher Umstand. Verspätet sich der Abflug wegen des Schadens um mehr als drei Stunden, muss die Airline eine Ausgleichszahlung leisten. Das entschied das Amtsgericht Frankfurt (Az.: 30 C 3491/13 (25)), wie die Deutsche Gesellschaft für Reiserecht in ihrer Zeitschrift «ReiseRecht aktuell» berichtet.

Bei außergewöhnlichen Umständen handele es sich um Vorkommnisse, die aufgrund ihrer Natur oder Ursache nicht von der Airline zu beherrschen sind, erklärte das Gericht. Die Beschädigung des Flugzeugrumpfes durch ein Treppenfahrzeug sei keineswegs ein solches Ereignis. Der Einsatz des Fahrzeugs sei ganz im Gegenteil Teil der normalen Ausübung des Flugbetriebs. Den Fehler des Fahrzeugführers muss sich die Airline anrechnen lassen.

Von: dpa
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