Berlins Regierungschef hält an BER-Eröffnungstermin fest

12.01.2016 - 17:07 0 Kommentare

Berlins Regierender Bürgermeister Müller hält an einer Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens BER im nächsten Jahr fest. Allerdings sei die Zeit knapp und ein Gelingen hänge davon ab, dass alle an einem Strang zögen, sagte er jetzt.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD, l) und der Berliner Flughafenchef Karsten Mühlenfeld. - © © dpa - Paul Zinken

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD, l) und der Berliner Flughafenchef Karsten Mühlenfeld. © dpa /Paul Zinken

Nach einem Treffen mit Vertretern der sieben wichtigsten beteiligten Baufirmen sieht Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) das Flughafenprojekt BER im Zeitplan. Der Terminplan, 2016 "mit der Bautätigkeit zum Ende zu kommen und dann 2017 fliegen zu können", sei "in der Umsetzung möglich", sagte Müller am Dienstag in Berlin. Allerdings sei die Zeit knapp und ein Gelingen hänge davon ab, dass alle an einem Strang zögen.

Das Treffen sei eine "ehrliche Bestandsaufnahme" gewesen, sagte Müller. Es sei darum gegangen, "zu vermitteln, dass wir zum Schlusssprint des Flughafens alle in einer Verantwortung sind". An dem Gespräch nahmen Vertreter von Bosch, Siemens, der Telekom-Tochter T-Systems, vom Imtech-Nachfolger Zech, Caverion, K. Rogge Spezialbau und der Firmen-Gemeinschaft ArGe Ausbau teil.

Die Firmen hätten erklärt, dass sich die Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung der Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg (FBB) im vergangenen Jahr "deutlich verbessert" habe, sagte Müller, der auch dem Aufsichtsrat vorsitzt. Es gebe eine "neue Qualität". Zugleich hätten sich die Firmen schnellere Entscheidungswege bei kleinteiligen Problemen sowie eine bessere Planung und Kommunikation auch zwischen den Bauunternehmen gewünscht.

© dpa, Klaus-Dietmar Gabbert Lesen Sie auch: BER-Chef: "Es geht um die Reputation Deutschlands"

"Wir haben alle Punkte angesprochen, die gelöst werden müssen", sagte FBB-Geschäftsführer Karsten Mühlenfeld. "Da haben wir als Flughafengesellschaft in den kommenden Wochen eine Menge Arbeit und die Firmen auch." Mühlenfeld hatte im Vorfeld des Treffens an die Unternehmen appelliert, es gehe beim BER auch um die Reputation Deutschlands. Mühlenfeld zufolge bereitet die zwischenzeitliche Insolvenz des Baukonzerns Imtech keine Schwierigkeiten mehr. Das Nachfolgeunternehmen Zech stelle genug Beschäftigte zur Verfügung.

Der neue Hauptstadtflughafen hätte bereits im Sommer 2012 eröffnet werden sollen. Die Inbetriebnahme war unter anderem an einer nicht funktionierenden Brandschutzanlage gescheitert.

Von: gk, AFP
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