Berliner Senat lehnt Weiterbetrieb des Flughafens Tegel ab

24.05.2016 - 16:35 0 Kommentare

Der Berliner Senat hat Forderungen nach der Offenhaltung des Flughafens Tegel eine Abfuhr erteilt und hält an seinen bisherigen Plänen fest. Die Initiatoren eines entsprechenden Volksbegehrens ficht das aber nicht an.

Die Spitze einer

Die Spitze einer "Cessna 172" ist während eines Rundflugs über Berlin zu sehen. Rechts befindet sich der Flughafen Tegel. © dpa /Ole Spata

Der Berliner Senat hat die Forderung nach einem Weiterbetrieb des Flughafens Tegel abgelehnt. Stattdessen soll weiter das Ziel verfolgt werden, Tegel zu schließen und den Flugverkehr am neuen Hauptstadtflughafen BER zu konzentrieren, hieß es am Dienstag in einer Mitteilung.

Für ein Offenhalten des Tegeler Flughafens setzt sich die Initiative "Berlin braucht Tegel" ein. Sie hatte unlängst genügend Unterschriften eingereicht, damit sich neben dem Senat auch das Berliner Abgeordnetenhaus mit dem Thema beschäftigen muss. Dafür sind vier Monate Zeit.

Ein Weiterbetrieb von Tegel würde hohe Kosten für den Lärmschutz und notwendige Sanierungen verursachen, schätzte der Senat ein. Zudem seien Auswirkungen auf den BER-Planfeststellungsbeschluss ungewiss, wurde ein weiterer Grund für das Nein genannt.

Auf dem Gelände des Flughafens sollen Wohnungen sowie ein Industrie- und Forschungspark unter dem Namen "Berlin TXL – The Urban Tech Republic" entstehen. Dafür bereits notwendige Vorkehrungen würden bereits getroffen, hieß es von Senatsseite weiter.

© dpa, Sophia Kembowski Lesen Sie auch: Faktencheck zum Airport-Tegel-Volksbegehren

Lehnt auch das Abgeordnetenhaus einen Tegel-Weiterbetrieb ab, sollen weitere Unterschriften für einen Volksentscheid gesammelt werden. Dafür müssten mindestens sieben Prozent der Wahlberechtigten unterschreiben - das wären etwa 174.000 Berliner.

"Wir sammeln weiter Unterschriften, nachdem sich das Abgeordnetenhaus damit befasst hat", sagten Marcel Luthe, Gründer des Trägervereins Pro Tegel und der Berliner FDP-Generalsekretär Sebastian Czaja dem "Tagesspiegel". Der Beschluss des Senats entspreche nicht dem Wunsch vieler Berliner und sei an der Realität vorbei getroffen worden, so Czaja.

Von: gk
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