Berliner Senat lehnt Bahn-Antrag für Weiterbetrieb von Tempelhof ab

16.04.2007 - 10:00 0 Kommentare

Berlin (ddp.djn). Die Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung hat den Antrag der Deutschen Bahn auf Übertragung der Betriebsgenehmigung für den Flughafen Tempelhof abgelehnt. Die Behörde beabsichtige, den Airport zum 31. Oktober 2008 «endgültig aufzugeben», sagte am Montag eine Sprecherin. Damit sei «kein Raum» für die Erteilung einer neuen Betriebsgenehmigung über diesen Zeitpunkt hinaus.

Die Bahn wollte den defizitären innerstädtischen Flughafen in der Hauptstadt übernehmen und den Betrieb gemeinsam mit amerikanischer Investoren, die auf dem Areal die Errichtung eines Gesundheitszentrums planten, eingeschränkt fortsetzen. Unterstützung erhielten sie dabei von der Wirtschaft und den Berliner Oppositionsparteien CDU und FDP.

Dagegen hatten die Regierungschefs von Berlin und Brandenburg, Klaus Wowereit und Matthias Platzeck (beide SPD) derartigen Plänen kürzlich nochmals eine klare Absage erteilt, weil sie eine rechtliche Gefährdung des Flughafens Berlin Brandenburg International (BBI) in Schönefeld befürchten.

Nach Angaben der Sprecherin der Verwaltung hatte die Luftfahrtbehörde auf Antrag der Flughafengesellschaft die Betriebsgenehmigung zu Ende Oktober nächsten Jahres widerrufen. Die Anlagen des Flughafens würden zur Sicherstellung des Luftverkehrsbedarfs in Berlin und Brandenburg über diesen Zeitpunkt hinaus «dauerhaft nicht mehr benötigt». Nachdem diese Entscheidung im Februar 2007 durch das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg bestätigt worden sei, beabsichtige die Verwaltung, auch die Planfeststellung zum 31. Oktober 2008 aufzuheben und damit den Flughafen endgültig aufzugeben. Der entsprechende Bescheid werde in Kürze ergehen.

Von: ddp
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