Berliner Flughäfen rechnen mit weiterem Millionenverlust

17.07.2017 - 14:10 0 Kommentare

101 Millionen Euro - so groß ist das Minus für 2016, das in den Büchern der Flughafengesellschaft FBB steht. Grund dafür ist der BER. Dieser wird im laufenden Jahr die Bilanz wohl noch mehr belasten.

FBB-Schild über dem Verwaltungsgebäude des Flughafens Tegel - © © dpa - Soeren Stache

FBB-Schild über dem Verwaltungsgebäude des Flughafens Tegel © dpa /Soeren Stache

Die Baustelle für den neuen Hauptstadtflughafen hält die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB) trotz kräftiger Umsatzzuwächse in den roten Zahlen. Für das laufende Jahr rechnet das Staatsunternehmen mit einem Verlust von 120 Millionen Euro, wie aus dem aktuellen Geschäftsbericht hervorgeht.

Im vergangenen Jahr lag das Minus bei 101 Millionen Euro. Das laufende Geschäft lag zwar im Plus. "Schauen wir allein auf diesen Bereich, sind wir ein solide aufgestelltes Unternehmen", erklärte die Geschäftsführung. Für rote Zahlen sorgten aber die Belastungen durch die Hängepartie beim BER.

Höhere Gebühren sollen Umsatz steigern

Die Flughafengesellschaft rechnet damit, dass die Passagierzahlen in diesem Jahr weniger stark wachsen als zuletzt. Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup erwartet in Tegel und Schönefeld insgesamt rund 34 Millionen Fluggästen nach knapp 33 Millionen im Vorjahr.

Höhere Gebühren sowie steigende Mieteinnahmen und Grundstücksverkäufe sollen den Umsatz insgesamt aber um rund zehn Prozent steigen lassen. Im vergangenen Jahr gab es ein Plus von 14 Prozent auf 372 Millionen Euro.

Neue Geldquellen erschließen

Neue Einnahmequellen erhofft sich das Unternehmen vor allem abseits des Flugbetriebs, durch Dienstleistungen für Passagiere und die Vermarktung von Gewerbeflächen. "Dafür sind wir auf die baldige Eröffnung des BER und die Schließung von Tegel angewiesen", hieß es.

Der drittgrößte deutsche Flughafen sollte eigentlich vor knapp sechs Jahren in Betrieb gehen. Nun ist die Inbetriebnahme für 2018 geplant.

© dpa, Gregor Fischer Lesen Sie auch: Müller stellt sich auf BER-Eröffnung 2019 ein

Von: ch, dpa-AFX
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