Berliner FDP will zweite Phase des Tegel-Volksbegehrens starten

25.10.2016 - 14:14 0 Kommentare

Der Flughafen Tegel soll offen bleiben - dieses Ziel verfolgt weiterhin die Berliner FDP. Jetzt sollen Unterschriften für die nächste Phase des Volksbegehrens gesammelt werden.

Der Airport Berlin-Tegel trägt den Beinamen

Der Airport Berlin-Tegel trägt den Beinamen "Otto Lilienthal". © dpa /Sophia Kembowski

Die Berliner FDP gibt ihr Volksbegehren zur Offenhaltung des Flughafens Tegel nicht auf. In den kommenden Monaten sollen Unterschriften für die zweite Phase gesammelt werden. Vier Monate lang habe sich das Abgeordnetenhaus nicht mit den eingereichten Forderungen befasst, kritisierte jetzt Generalsekretär Sebastian Czaja. Die Initiative "Berlin braucht Tegel" habe deshalb bei der Innenverwaltung die "Durchführung des Volksbegehrens" verlangt.

Die Initiatoren sind der Meinung, dass der alte Flughafen auch nach Eröffnung des neuen Hauptstadt-Airports in Schönefeld (BER) weiter gebraucht wird, um die steigenden Passagierzahlen zu bewältigen. Sonst werde "die Zukunftsfähigkeit Berlins sehenden Auges aufs Spiel gesetzt", kritisierte Czaja.

© dpa, Sebastian Kahnert Lesen Sie auch: Flughafen Tegel: Experten raten in "Geheimpapier" zum Weiterbetrieb

Im Frühjahr hatten sie mehr als 23.500 gültige Unterschriften für den Start eines Volksbegehrens eingereicht. In der nächsten Stufe müssten rund 174.000 Berliner unterschreiben. Der Senat hat die Forderungen bereits abgelehnt, die SPD in den Sondierungsgesprächen klar gemacht, dass Tegel geschlossen werden müsse.

Der Köpenicker SPD-Politiker Robert Schaddach, dessen Wahlkreis im Flugroutengebiet des neuen Hauptstadtflughafens liegt, sprach sich zuletzt allerdings ebenfalls für den Weiterbetrieb Tegels aus. Der BER sei nicht auf den Passagierzuwachs eingestellt. "Wäre es demnach nicht doch sinnvoll Tegel offen zu halten?", fragte er auf Facebook.

© dpa, Sophia Kembowski Lesen Sie auch: Faktencheck zum Airport-Tegel-Volksbegehren

Von: ch, dpa
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