Berlin und Bund verhandeln über Flughafengelände in Tegel

26.08.2016 - 09:31 0 Kommentare

Noch gehört ein Großteil des Geländes am Airport Berlin-Tegel dem Bund. Doch die Stadt Berlin möchte diese Anteile haben, um gewisse Pläne umsetzen zu können.

Der Airport Berlin-Tegel trägt den Beinamen

Der Airport Berlin-Tegel trägt den Beinamen "Otto Lilienthal". © dpa /Sophia Kembowski

Der Berliner Senat will die Grundstücke auf dem Gelände des Flughafens Tegel vom Bund übernehmen. Laut einem Bericht der "Berliner Zeitung" haben sich beide Seiten angenähert. Das Blatt beruft sich auf dabei auf Verhandlungskreise.

Nach der Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens BER soll der Airport Tegel schließen. Auf dem Gelände sollen dann ein Industrie- und Forschungspark sowie neue Wohnungen entstehen. Damit diese Pläne umgesetzt werden können, will der Berliner Senat die Anteile des Bundes komplett übernehmen.

Laut dem Bericht gehören bisher 170 Hektar des Airport-Geländes der Stadt Berlin. Die restlichen 325 Hektar sind im Besitz des Bundes. Im Gegenzug für die Flughafen-Flächen will der Bund andere Immobilien in Berlin übernehmen, schreibt die "Berliner Zeitung" und nennt dabei unter anderem die Akademie der Künste. Der Wert der Grundstücke werde so miteinander verrechnet.

© dpa, Klaus-Dietmar Gabbert Lesen Sie auch: Bei späterer BER-Eröffnung ist Tegel der Plan B

Der Flughafen Tegel ist der größere der beiden Berliner Airports. Im Gegensatz zu Schönefeld liegt er zentral. Der Airport Tegel hatte im ersten Halbjahr dieses Jahres rund 9,96 Millionen Passagiere abgefertigt und war damit auf dem Niveau des Vorjahres geblieben.

Es gibt immer wieder Forderungen, dass Tegel auch nach der BER-Eröffnung in Betrieb bleiben soll. Der Berliner Senat lehnt das jedoch ab. Der Flughafen Tegel ist derzeit in Berlin auch aufgrund der anstehenden Wahl zum Abgeordnetenhaus am 18. September ein großes Thema.

© dpa, Patrick Pleul Lesen Sie auch: Vor der Wahl: So stehen die Berliner Parteien zum Luftverkehr

Von: ch
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