Bericht: Geheimdienste überwachen mobile Kommunikation von Passagieren

08.12.2016 - 10:15 0 Kommentare

Gespräche und Datenverkehr von Fluggästen können von Geheimdiensten über den Wolken ausspioniert werden. Das berichtet eine französische Tageszeitung. Auch eine deutsche Airline wird in dem Bericht genannt.

Internetzugriff und Mobilfunk an Bord eines Flugzeugs - © © OnAir -

Internetzugriff und Mobilfunk an Bord eines Flugzeugs © OnAir

Geheimdienste aus den USA und Großbritannien haben serienmäßig die Handy-Kommunikation von Flugreisenden ausspioniert. Das berichtet jetzt die französische Tageszeitung "Le Monde".

Wie das Blatt schreibt, geht diese Erkenntnis auf Unterlagen zurück, die vom früheren US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden enthüllt wurden. "Le Monde"-Journalisten arbeiteten demnach mit der Informationsplattform "The Intercept" zusammen, um die Dokumente auszuwerten.

Lufthansa gibt keinen Kommentar ab

Laut "Le Monde" gehört zum Beispiel Air France zu den betroffenen Fluglinien - was von dem Unternehmen jedoch bestritten wurde. Auch Aeroflot, British Airways, Cathay Pacific, Etihad, Emirates, Hongkong Airways, Lufthansa, Singapore Airlines und Turkish Airlines werden in dem Bericht genannt. Die Lufthansa lehnte eine Stellungnahme dazu ab.

Die Überwachung durch die US-Agentur NSA und den britischen Geheimdienst GCHQ bezog sich dem Zeitungsbericht zufolge nicht nur auf Telefonate mit dem Handy, sondern auch auf den SMS-Austausch, Mail-Verkehr und sonstige Internet-Kommunikation.

Sobald ein Handy in Betrieb sei, könne es lokalisiert werden, heißt es in dem Bericht. Ein Abgleich mit den Passagierlisten erlaube es, den Nutzer zu identifizieren. Durch eine absichtliche Störung könne der Nutzer gezwungen werden, das Handy neu zu starten - was das Abgreifen seiner Zugangsdaten ermögliche.

Von: ch, AFP
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