BER setzt auf öffentlichen Nahverkehr

21.11.2017 - 09:00 0 Kommentare

Ein neuer Eröffnungstermin für den Hauptstadtflughafen BER ist noch nicht genannt - doch auch die Verkehrsanbindung ist nicht so einfach. Die Flughafengesellschaft setzt auf die Schiene.

Der Chef der Berliner Flughäfen, Engelbert Lütke Daldrup. - © © dpa -

Der Chef der Berliner Flughäfen, Engelbert Lütke Daldrup. © dpa

Die Berliner Flughafengesellschaft setzt beim BER stark auf den öffentlichen Nahverkehr. Rund Zweidrittel des Verkehrs solle darüber abgewickelt werden, sagte Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup im Sonderausschuss des brandenburgischen Landtags.

Es werde am Flughafen eine attraktive Schienenanbindung mit sechs Bahnsteigen geben. Neben ICEs sollen auch Regionalbahnen und S-Bahnen halten. Dies sei auch notwendig, weil die Straßenanbindung Richtung Berlin nicht beliebig erweiterbar sei. Auch am bisherigen Flughafen Schönefeld werde vor allem der ÖPNV genutzt.

CDU: 40 Züge pro Stunde notwendig

Der CDU-Abgeordnete Rainer Genilke bezweifelte im Ausschuss, dass die Bahn so viele Passagiere übernehmen werde. Dies würde nach seinen Informationen fast 1000 Züge pro Tag oder mehr als 40 Züge in der Stunde bedeuten. In Frankfurt sei der ÖPNV-Anteil deutlich niedriger.

© dpa, Lesen Sie auch: BER-Eröffnungstermin soll im Dezember verkündet werden

In der Ausschusssitzung bekräftigte Lütke Daldrup zudem, dass am 15. Dezember ein neuer Eröffnungstermin genannt werden solle. Die Inbetriebnahme des Großprojekts hat sich immer wieder verzögert. Lütke Daldrup sagte, nicht nur für den Flughafen, sondern auch für Partner wie etwa Airlines sei es wichtig, eine verlässliche Perspektive zu haben.

Von: cs, dpa
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