Silhouette eines Flugzeugs im Landeanflug © dpa /Robert Schlesinger
Der künftige Single Airport Berlin Brandenburg (BER) steckt mehr Geld in den Schallschutz für Anwohner. Der Aufsichtsrat des Unternehmens beschloss am Freitag, 17 Millionen Euro zusätzlich bereitzustellen. Wie die Flughafengesellschaft mitteilte, haben Hausbesitzer künftig auch für Wintergärten und kleine Wohnküchen Anspruch auf Entschädigung beziehungsweise Schallschutzmaßnahmen. Außerdem solle es nun möglich sein, flexibler auf Einzelfälle zu reagieren. «Wir werden besser und bürgernäher», kommentierte Flughafenchef Rainer Schwarz nach Angaben des Unternehmens die Entscheidung. Insgesamt stehen damit 157 Millionen Euro für Schallschutz bereit.
«Das ist ein Erfolg für die am stärksten von Fluglärm betroffenen Anwohner des neuen Flughafens», teilte Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) mit. Im Aufsichtsrat des Flughafens sitzen Vertreter der Länder Berlin und Brandenburg sowie des Bundes.
Um den Lärmschutz am Flughafen Berlin Brandenburg wird seit Monaten gestritten. Anwohner kritisieren, dass viele betroffene Häuser noch keinen Schallschutz erhalten hätten, obwohl der Flughafen am 3. Juni seinen Betrieb aufnehmen soll. Zudem streiten Flughafen und brandenburgisches Verkehrsministerium darüber, wie oft am Tag der Lärmpegel von 55 Dezibel überschritten werden darf. Erst am Donnerstag hatte der Flughafen einen Antrag gestellt, mit dem diese Frage geklärt werden soll.
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