Steuerungskreis soll Weiterbau überwachen BER: Brandschutzanlage vor Umbau?

25.06.2012 - 12:58 0 Kommentare

Laut einem Medienbericht sind die Kabeltrassen der Brandschutzanlage am Flughafen Berlin Brandenburg (BER) überbelegt. Es drohe ein umfangreicher und zeitintensiver Umbau. Ein Flughafensprecher wies den Bericht als "übertrieben" zurück.

Joachim Korkhaus, Projektleiter Flughafenbau, geht durch einen Technikraum der Rauchgasentl - ©  - Patrick Pleul

Joachim Korkhaus, Projektleiter Flughafenbau, geht durch einen Technikraum der Rauchgasentl /Patrick Pleul

Der Brandschutz am Hauptstadtflughafen könnte sich laut einem Zeitungsbericht als eine größere Hürde für die Eröffnung erweisen als bislang bekannt. Der Berliner «Tagesspiegel» (Sonntag) berichtete unter Berufung auf einen hochrangigen Vertreter der Flughafengesellschaft, an der Brandschutzanlage drohten umfangreiche Umbauten. Flughafensprecher Ralf Kunkel widersprach, der Bericht sei «reichlich übertrieben». «Wir müssen da jetzt auch nicht mehr Panik machen als nötig», sagte er am Sonntag der Nachrichtenagentur dpa.

Die Zeitung berichtete, die Kabeltrassen der Anlage seien teilweise überbelegt. Deshalb müssten voraussichtlich neue Trassen eingebaut werden. Dies könne umfangreiche Arbeiten an den Zwischendecken mit sich bringen. «Sämtliche Themen sind hinlänglich bekannt. Die Brandschutzanlage muss jetzt fertiggebaut werden», sagte Kunkel. In vier bis sechs Wochen sei klar, ob der Airport wie zuletzt geplant am 17. März 2013 eröffnet werden kann.

Die nicht fertiggestellte Brandschutzanlage war der Grund für die Verschiebung der Eröffnung des neuen Großflughafens. Am Freitag hatte der Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft entschieden, den nun angepeilten neuen Starttermin zu überprüfen und im August darüber zu entscheiden.

Steuerungskreis soll Weiterbau überwachen

Der Weiterbau des Flughafens soll laut der Tageszeitung „B.Z.“ (Samstag) von einem neuen Steuerungskreis überwacht werden. Ein entsprechender Vorschlag liege dem Aufsichtsrat vor, der am Freitag auf der Baustelle in Schönefeld tagte.

Das Kontrollgremium soll demnach Arbeiten besser als bisher koordinieren, einen zügigen Baufortschritt sicherstellen und dem Aufsichtsrat Bericht erstatten. Zu den Aufgaben des Kreises gehöre auch sicherzustellen, dass Firmen rasch verbindliche und geprüfte Planungen erhielten.

Nach «B.Z.»-Informationen fehlen bislang «vielfach» behördliche Genehmigungsstempel auf Unterlagen. Wegen kurzfristiger Änderungen in den Plänen sei es in den vergangenen Monaten immer wieder zu «erheblichen Verzögerungen und auch steigenden Kosten» gekommen.

Von: dpa
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