Verkehrszahlen: Berliner Flughäfen verlieren im Januar

21.02.2018 - 13:42 0 Kommentare

Monatsbilanz in Schönefeld und Tegel: Die Kennzahlen sinken nach der Air-Berlin-Pleite immer noch. Doch sowohl Flughafenbetreiber als auch Vermarkter gehen von einer weitergehenden Normalisierung aus.

Passagiere am Flughafen Berlin-Tegel. - © © dpa - Bernd von Jutrczenka

Passagiere am Flughafen Berlin-Tegel. © dpa /Bernd von Jutrczenka

Die Berliner Flughäfen Schönefeld und Tegel haben im Januar über zwei Millionen Passagiere begrüßt. Dies sind 11,6 Prozent weniger als im Vorjahresmonat, sagte ein Sprecher der Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg (FBB) zu airliners.de.

Die Zahl der Flugbewegungen sank an beiden Airports um 11,5 Prozent auf über 18.800. Bei der Luftfracht wurde im Januar sogar ein Minus von 29,1 Prozent auf etwa 2800 Tonnen verzeichnet.

Diese Statistik zeigt die Flugbewegungen und Passagierzahlen an den Berliner Airports Tegel und Schönefeld von Januar 2017 bis Januar 2018.

Im Detail betrachtet büßten sowohl Tegel (1,12 Millionen, minus 18,3 Prozent) als auch Schönefeld (881.300, minus 1,2 Prozent) weiter Fluggäste ein. Auch die Zahl der Flugbewegungen ging an beiden Airports zurück - Tegel: 11.500, minus 15,2 Prozent; Schönefeld: 7400, minus fünf Prozent.

Air-Berlin-Lücken schließen sich wohl

Allerdings weist der Sprecher daraufhin, dass sich die aufgekommene Lücke nach der Insolvenz des Tegel-Home-Carriers "bereits zu Zweidritteln wieder geschlossen" habe. Air Berlin betrieb neben dem Cityairport in der Hauptstadt auch noch in Düsseldorf ein Drehkreuz. Dort geht man nach Angaben von Flughafenchef Thomas Schnalke davon aus, dass die Angebotslücken spätestens Ende des Jahres geschlossen sind.

Auch gesamtstädtisch betrachtet ist der Hauptstadt-Tourismus wieder auf einem guten Weg, sagen Vermarkter. Berlin Tourismus und Kongress rechnet damit, dass sich das Berliner Luftverkehrsangebot im Spätsommer wieder normalisieren werde. "Die Pleite von Air Berlin war ein Verkehrsinfarkt für die deutsche Hauptstadt, von dem wir uns nur langsam erholen", so Geschäftsführer Burkhard Kieke zur "Berliner Morgenpost".

© dpa, Lesen Sie auch: Luftverkehr braucht nach dem Air-Berlin-Aus neue Impulse Apropos (25)

Von: cs
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