Belegschaft von LSG Sky Chefs wehrt sich gegen Verkauf

05.06.2019 - 10:18 0 Kommentare

Die Catering-Tochter der Lufthansa, LSG Sky Chefs, steht trotz guter Geschäftszahlen zum Verkauf. Dagegen begehren die Gewerkschaft Verdi und die Beschäftigten nun auf, weil sie Arbeitsplatzverluste fürchten.

Eine Mitarbeitern des Lufthansa-Caterers LSG Sky Chefs. - © © dpa - Daniel Reinhardt

Eine Mitarbeitern des Lufthansa-Caterers LSG Sky Chefs. © dpa /Daniel Reinhardt

Der geplante Verkauf der Lufthansa-Sparte für Bordverpflegung stößt bei den Beschäftigten auf Widerstand. Die Gewerkschaft Verdi kündigte am Dienstag bundesweite Proteste bei der LSG Sky Chefs an. Am Mittwoch will die Gewerkschaft vor einem Gespräch mit der Konzernleitung in Frankfurt 4000 Unterschriften abgeben. Verdi fordert den Verbleib der Catering Tochter in der Lufthansa-Familie sowie den Erhalt aller 7000 Arbeitsplätze.

Am Donnerstag sind die Beschäftigten unter dem Motto "Wir kochen vor Wut - LSG - Not4sale" zu sogenannten Protest-Mittagspausen an den Standorten Frankfurt, München, Köln, Stuttgart und Düsseldorf aufgerufen. "Wir lehnen den Verkauf der LSG entschieden ab", betonte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Christine Behle. "Ein solches Ansinnen ist sozial verantwortungslos und zudem wirtschaftlich äußerst fragwürdig." Die LSG beschere dem Lufthansa-Konzern Stabilität und Millionengewinne.

"Wir müssen uns fragen, ob wir für die LSG noch der ideale Eigentümer sind."

Der Lufthansa-Konzern hat die Catering-Tochter LSG Sky Chefs mit weltweit rund 35.000 Mitarbeitern offiziell zum Verkauf gestellt. Das Unternehmen steckt mitten in einer Sanierung und hat trotzdem im vergangenen Jahr mit einem operativen Gewinn von 115 Millionen Euro eines der besten Ergebnisse seiner Geschichte an den Mutterkonzern abgeliefert. Bereits gegen die Verlagerung von Küchen nach Tschechien hatte Verdi protestiert.

© LSG, Lesen Sie auch: Das sind die Verkaufsszenarien für LSG

Konzern-Lenker Spohr sagte kürzlich gegenüber der Neuen Zürcher Zeitung, dass man die LSG auch aus ökologischen Gründen verkaufen müsse, da Investitionen in neue, treibstoffeffiziente Flugzeuge Priorität hätten. "Damit stellt sich die Frage, ob wir auch in den Catering-Markt noch zusätzlich genügend investieren können, um der LSG eine gute Zukunftsperspektive geben zu können.", so Spohr weiter.

Von: dpa, hr
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