Medien: Belair startet nicht im Sommer

07.06.2018 - 17:11 0 Kommentare

Der Neustart der ehemaligen Air-Berlin-Tochter Belair verzögert sich offenbar. Statt im Sommer für Condor zu fliegen, geht der Schweizer Charterflieger wohl frühestens im Herbst an den Start.

Archivfoto einer Belair-Boeing. - © © AirTeamImages.com - Wolfgang Mendorf

Archivfoto einer Belair-Boeing. © AirTeamImages.com /Wolfgang Mendorf

Die Schweizer Fluggesellschaft Belair hebt vorerst nicht ab: Der für den Hochsommer geplante Neustart mit drei Flugzeugen kommt offenbar nicht zustande. Das berichtet das Fachmagazin "Travel Inside" unter Berufung auf ein Mitarbeiterschreiben der Airline.

Darin heißt es, dass der Betrieb nun "voraussichtlich" im Herbst aufgenommen wird. Grund für die Verschiebung seien unerwartete Entwicklungen bei der Umsetzung eines Wet-Lease-Vertrags. Belair selbst wollte auf Anfrage von airliners.de zu dem Bericht nicht Stellung nehmen.

Keine Flugzeuge, keine Betriebsgenehmigung

Bisher hatte die Airline behauptet, für den Neustart seien die Flugzeuge samt Crews bereits vorhanden. Nur die Betriebsbewilligung stehe noch aus. Die erforderlichen Genehmigungen durch das Schweizerische Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) sind auch nach wie vor nicht erteilt, weil nach Angaben der Behörde noch Unterlagen fehlen, heißt es nun in dem Bericht.

© AirTeamImages.com, HAMFive Lesen Sie auch: Belair könnte für Condor fliegen

Geplant war, im Sommer mit drei Maschinen vom Typ A320 zu starten. Der größte Teil der Kapazität sollte für Condor Wet-Lease-Flüge übernehmen. Im Winter sollte Belair dann ein weiteres Flugzeug in Betrieb nehmen und auch unter eigener Flugnummer operieren. Auf der Internet-Präsenz der Airline sind weiterhin Stellenangebote für Besatzungen an den Standorten Düsseldorf und Zürich zu finden.

Belair musste als Tochtergesellschaft von Air Berlin Ende Oktober 2017 den Flugverkehr einstellen. Danach sollte die Airline liquidiert werden, doch im Januar fand sich ein Käufer: Die Düsseldorfer Beteiligungsgesellschaft SBC übernahm die Schweizer Airline und kündigte eine Wiederaufnahme des Betriebs im Sommer an.

Von: pra
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

Ich habe die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen.

  • Thomas Haagensen: "Tegel war schnell im Fokus." "Ohne Air Berlin gibt es weniger Sicherheit"

    Interview Easyjet-Europachef Thomas Haagensen spricht im Interview mit airliners.de über die Möglichkeit nach Air Berlin am Flughafen Berlin-Tegel einzusteigen, welche anderen interessanten Märkte er noch sieht und wie die Airline-Pleite den Markt verändert hat.

    Vom 14.08.2018
  • Eine Familie ist im Flughafen Düsseldorf auf dem Weg zum Check-In. Das sind die Flug-News der Reiseveranstalter

    Die großen deutschen Reiseveranstalter passen ihr Flugprogramm im kommenden Winter an mehreren Flughäfen an. Das bedeutet teils neue Verbindungen und mehr Frequenzen, teils aber auch Kürzungen.

    Vom 24.08.2018
  • Andreas Gruber: "Niki hat immer gut performt." "Die Air-Berlin-Pleite führt zu mehr Wettbewerb"

    Interview Lauda-Motion-Chef Andreas Gruber spricht im Interview mit airliners.de über die Folgen der Insolvenz von Air Berlin, das Standing der Niki-Nachfolgerin und deren Engagement im Charter-Geschäft.

    Vom 16.08.2018

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus