Bei Flugstornierung gelten zwei wesentliche Rechte

05.02.2016 - 15:27 0 Kommentare

Wenn Urlauber krank werden und ihren Flug nicht antreten können, ist das doppelt ärgerlich. Denn oft fallen dann auch noch Stornokosten an. Welche rechtlichen Regeln gelten dabei?

Ein Passagier ruht sich auf dem Flughafen in Frankfurt am Main aus. - © © dpa - Boris Roessler

Ein Passagier ruht sich auf dem Flughafen in Frankfurt am Main aus. © dpa /Boris Roessler

Es gibt viele Gründe, warum ein Fluggast seine Reise nicht antreten kann. Bei einer Stornierung bleibt er häufig auf einem großen Teil des Ticketpreises sitzen - und manchmal werden Zusatzkosten fällig. Die Verbraucherzentrale Brandenburg weist auf zwei wesentliche Rechte hin:

Erstattung der Flugkosten:
Steuern und Gebühren sollten Passagiere bei einer Stornierung ohnehin zurückerhalten. Doch ihnen steht sogar die Erstattung aller Flugkosten abzüglich einer Pauschale von fünf Prozent zu, sofern die Airline nicht nachweist, ob und welche Erlöse sie durch den Wiederverkauf des Tickets erzielen konnte. Das hat das Landgericht Frankfurt 2014 entschieden (Az.: 2-24 S 152/13).

Bearbeitungsgebühr nicht rechtens:
Airlines und Buchungsportale dürfen für die Stornierung eines Fluges keine Servicepauschale verlangen. Es handelt sich den Verbraucherschützern zufolge um ein gesetzliches Recht des Fluggastes, für das keine zusätzlichen Kosten berechnet werden dürfen. Ein entsprechendes Urteil gibt es vom Berliner Kammergericht (Az.: 5 U 2/12).

Von: gk, dpa
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