Bei Condor drohen neue Stellenstreichungen

22.05.2017 - 12:53 0 Kommentare

Der Sparkurs der Thomas-Cook-Tochter Condor wird laut einem Medienbericht verschärft. Dazu gehört demnach ein weiterer Arbeitsplatzabbau. Um wie viele Stellen es geht, ist nicht bekannt.

Boeing 767 der Condor. - © © Condor -

Boeing 767 der Condor. © Condor

Das laufende Sparprogramm der Airline Condor des Reiseveranstalters Thomas Cook wird offenbar ausgeweitet. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf nicht namentlich genannte Personen. In dem Bericht ist von weiteren Jobkürzungen die Rede, genaue Zahlen werden jedoch nicht genannt. Condor ist eine von mehreren Thomas-Cook-Airlines.

Bisher ist bekannt, dass bei allen Fluggesellschaften von Thomas Cook rund 100 Stellen im laufenden Jahr abgebaut werden sollen - also auch bei Condor. Die deutsche Airline soll bis September 2018 ihre Kosten um 35 Millionen Pfund (umgerechnet rund 40,1 Millionen Euro) senken. Ein Condor-Sprecher bekräftigte auf Nachfrage von airliners.de, dass man das selbstgesteckte Sparziel unter allen Umständen erreichen wolle.

Neben Condor betreibt der Reiseveranstalter Thomas Cook auch Airlines in Belgien, Großbritannien und Skandinavien. Wie bereits bekannt, wird Thomas Cook Belgium im Rahmen des Sparprogramms "Fasttrack" aufgelöst. Zwei der insgesamt fünf A320-200 sowie 160 Piloten und Flugbegleiter sollen künftig für die Lufthansa-Tochter Brussels Airlines fliegen, dadurch werden rund 40 Arbeitsplätze eingespart.

Brexit und Terror belasten

Im ersten Geschäftshalbjahr verbuchte Thomas Cook einen Verlust in Höhe von 267 Millionen Euro. Der Beitrag, den die Airlines zum Konzernergebnis beitrugen, sank dabei, während die touristische Division (Hotels und Ressorts) weiter zulegte. Dies liegt laut Bloomberg an der Unsicherheit des Brexit-Votums und rückgängiger Buchungszahlen nach Anschlägen in der Türkei und Ägypten.

© BTW, Svea Pietschmann Interview mit Ralf Teckentrup:: "Condor muss die Kostenstrukturen noch weiter verbessern"

Condor hat derzeit mit neuen Konstellationen im Markt zu kämpfen. Gerade die Low-Cost-Carrier besetzen im touristischen Bereich wichtige Strecken und gewinnen so an Marktmacht. Gleichzeitig wollen die Air-Berlin-Tochter Niki und Tuifly eine neue Ferienfluggesellschaft mit rund 60 Flugzeugen schaffen. Der Fokus soll hier auf der DACH-Region liegen.

Von: cs
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