Bei späterer BER-Eröffnung ist Tegel der Plan B

16.03.2016 - 10:45 0 Kommentare

Falls die BER-Eröffnung 2017 nicht klappt, hat Flughafenchef Karsten Mühlenfeld einen Plan: Der Airport Tegel könnte weiterbetrieben werden. Dazu müsste jedoch noch eine Hürde genommen werden.

Karsten Mühlenfeld, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin-Brandenburg Gesellschaft (FBB)  - © © dpa - Klaus-Dietmar Gabbert

Karsten Mühlenfeld, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin-Brandenburg Gesellschaft (FBB) © dpa /Klaus-Dietmar Gabbert

Die BER-Eröffnung ist für 2017 geplant - falls das nicht klappt, gibt es einen Plan B. Denn bei Bedarf kann der Airport Tegel auch 2018 betrieben werden, sagte Flughafenchef Karsten Mühlenfeld dem RBB-Inforadio. Tegel trägt die Hauptlast des Berliner Luftverkehrs und soll schließen, wenn der neue Hauptstadtflughafen BER in Betrieb geht.

Das bisherige Sicherheitszeugnis für Tegel läuft Ende 2017 aus. Ab dem 1. Januar 2018 müssen alle Flughäfen nach EU-Recht zertifiziert sein. Das könne für Tegel immer noch beantragt werden, falls es beim BER zu neuen Verzögerungen komme, so Mühlenfeld. "In Deutschland gibt es bislang nur einen einzigen Flughafen, der schon zertifiziert ist, und das ist Berlin-Schönefeld."

Deshalb wisse man, wie man auch Tegel zertifizieren könnte. "Wir haben uns einen Plan zurechtgelegt", so der Flughafenchef. Dieser sei aber noch nicht "scharf geschaltet" worden. Nach wie vor gehe man davon aus, dass der neue Hauptstadtflughafen 2017 eröffnet wird.

© dpa, Bernd Settnik Lesen Sie auch: Entscheidung über BER-Eröffnung ist in der Schwebe

Derzeit gibt es jedoch neue Verzögerungen am BER aufgrund von Baugenehmigungen. Darum will Flughafenchef Mühlenfeld womöglich erst im Oktober entscheiden, ob der neue Hauptstadtflughafen Ende 2017 tatsächlich eröffnet werden kann. Diese Entscheidung war eigentlich für April angekündigt.

Von: ch, AFP, dpa
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