Behörde weist Kritik an Hamburgs Flughafenausbau zurück

14.12.2018 - 07:19 0 Kommentare

Die Hamburger Wirtschafts- und Verkehrsbehörde (BWVI) hat Kritik von Fluggesellschaften und Umweltschützern am Flughafenausbau sowie an Airport-Chef Michael Eggenschwiler gekontert. "Die Forderung nach Abberufung des Flughafenchefs ist völlig unangemessen", teilte die Zulassungsbehörde für den Flughafen mit.

Im Terminal am Flughafen Hamburg - © © AirTeamImages.com - Mehrad Watson

Im Terminal am Flughafen Hamburg © AirTeamImages.com /Mehrad Watson

Der Airport gehört mehrheitlich der Stadt. Die Ausbaumaßnahmen seien in dem jeweils erforderlichen Zulassungsverfahren genehmigungsrechtlich überprüft worden, soweit dies luftrechtlich erforderlich war.

Die Neugestaltung der Pier Süd konnte 2013 in einem Plangenehmigungsverfahren zugelassen werden, "da diese Maßnahme keine maßgebliche Relevanz für die Kapazität des Flughafens hat", teilte die Behörde mit. Die Fluglärmschutzkommission sei über das Vorhaben informiert gewesen.

Shuttle-Gates bereits 1998 genehmigt

Die nun ebenfalls kritisierten Shuttle-Gates seien Gegenstand einer Planfeststellung 1998 gewesen, machte die Behörde deutlich. "Diese Entscheidung musste kürzlich geringfügig angepasst werden, da der Flughafen die Pläne mittlerweile aktualisiert hatte." Dafür sei kein Planfeststellungsverfahren, wie vom BUND verlangt, erforderlich.

Die Umweltschützer halten die Planung für rechtlich nicht haltbar, weil sie von überholten Planfeststellungen und Baugenehmigungen nicht abgedeckt werde. Der BUND vermittele den Eindruck, es gebe zwischen dem Flughafen und der Genehmigungsbehörde ein Zusammenwirken zum Nachteil der Öffentlichkeit beziehungsweise der Fluglärmbetroffenen. "Diesem Eindruck widerspricht die BWVI nachdrücklich", ergänzte die Behörde.

© Hamburg Airport, Michael Penner Lesen Sie auch: Hamburger Flughafen verteidigt Ausbau

Der Flughafen hatte seine Ausbaupläne verteidigt. "Die Passagiere erwarten zu Recht Komfort und Service», sagte Eggenschwiler. Es sei zu eng in den Terminals und Warteräumen. Der Airport will eine neue Gepäckanlage, Passagiergates an der ungenutzten Rückseite eines Piers sowie ein Gebäude auf dem Flugfeld bauen, das während der Bauarbeiten bis 2024 die Passagiere der Shuttle-Busse aufnehmen soll. Die Investitionen sind mit 384 Millionen Euro veranschlagt. Die Kapazität des Flughafens soll sich von 53 auf 56 Abstellpositionen für Flugzeuge erhöhen.

Von: br, dpa
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