Behörde prüft Kötter-Dienstpläne

04.09.2017 - 09:39 0 Kommentare

Bis zu 13 Stunden arbeiten Sicherheitsmitarbeiter von Kötter eigenen Aussagen zufolge pro Schicht am Flughafen Köln/Bonn. Nun reagiert die Bezirksregierung auf die Vorwürfe des Personals. Die Gewerkschaft Verdi begrüßt dies.

Sicherheitsmitarbeiter am Flughafen. - © © Kötter Services -

Sicherheitsmitarbeiter am Flughafen. © Kötter Services

Die Behörden gehen härter gegen die Sicherheitsfirma Kötter vor. Mitarbeiter, die an der Flughafen-Security am Airport Köln/Bonn eingesetzt sind, hatten in der Vergangenheit berichtet, sie müssten 13 Stunden am Stück arbeiten. Nun prüft die Bezirksregierung Köln nach Informationen von airliners.de Dienstpläne der "Kötter Airport Security".

Die Bezirksregierung wolle die "Einhaltung des Arbeitsschutzes" sicherstellen, heißt es. So wurden die Verwaltungsbeamten "aufgrund von Hinweisen" aktiv. Unter anderem die Gewerkschaft Verdi hatte immer wieder auf Engpässe hingewiesen.

Gewerkschaftssekretär Özay Tarim begrüßt im Gespräch mit airliners.de das Vorgehen der Bezirksregierung: "Der Arbeitseinsatz in Zwölf-Stunden-Diensten verursacht eine hohe Belastung und gefährdet die Gesundheit der Beschäftigten massiv. Um Sicherheit gewährleisten zu können, brauchen die Beschäftigten bessere Arbeitsbedingungen."

Kötter betont Kooperation

Das Unternehmen teilt mit, dass von einer Beschlagnahmung der Dokumente nicht die Rede sein könne, da die Unterlagen auf "freiwilliger Basis" der Behörde zur Verfügung gestellt wurden.

Die "Kötter Airport Security" war in diesem Jahr durch ihr Engagement am Airport Köln/Bonn schon einmal in die Schlagzeilen geraten, weil ein Manager Zertifikate für Sicherheitsfortbildungen gefälscht haben soll. Der Flughafen hatte daraufhin den Vertrag mit Kötter für die Personal- und Warenkontrollen vorläufig zum 31. Januar kommenden Jahres aufgekündigt.

© dpa, O. Berg, Lesen Sie auch: Kötter will Ex-Betriebschef anzeigen

Von: cs
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