BDL fordert Staatshilfen für Flugzeugkauf

03.07.2017 - 08:28 0 Kommentare

In einem Interview bekräftigt BDL-Hauptgeschäftsführer Matthias von Randow die Position des Verbandes: Die Luftverkehrssteuer muss weg. Die Mehreinnahmen könnten aktuell zudem besser genutzt werden.

Der ehemalige Air-Berlin-Manager Matthias von Randow leitet den BDL als Hauptgeschäftsführer seit 2010.Foto: © dpa, Stephanie Pilick

Der Bundesverband der deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) fordert mehr Unterstützung von der Bundesregierung für deutsche Airlines. So sollte der Staat den Kauf neuer Flugzeuge finanziell mittragen, sagte BDL-Hauptgeschäftsführer Matthias von Randow dem "Tagesspiegel". "Die Regierung könnte die Anschaffung leiserer und sparsamerer Flugzeuge fördern."

Das Geld dafür könnte der Staat aus den Einnahmen der Luftverkehrssteuer nehmen. Jährlich zahlen die Airlines eine Milliarde Euro an Luftverkehrssteuer, so Randow. Diese Mittel sollten "nicht einfach im Haushalt vergraben", zitiert die Zeitung, sondern sinnvoll eingesetzt werden.

Bestellungen für 37 Milliarden Euro

"Ordnungspolitisch am saubersten und vernünftigsten wäre es, die Regierung würde diese Sonderbelastungen sofort von uns nehmen", bekräftigt der BDL-Chef erneut die Forderung des Verbands nach dem Aus der Abgabe.

Das ist ökonomisch und ökologisch völlig kontraproduktiv.

BDL-Hauptgeschäftsführer Matthias von Randow

214 neue Passagiermaschinen mit einem Gesamtwert von 37 Milliarden Euro wollen deutsche Airlines laut BDL in den kommenden Jahren anschaffen. "Die Summe könnte noch höher sein, wenn der Gesetzgeber wettbewerbsverzerrende Sonderbelastungen - etwa die Luftverkehrssteuer - abbauen würde", sagte von Randow.

© dpa, Christian Charisius Lesen Sie auch: Warum die Luftverkehrssteuer eine Chance ist

Von: cs
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

Anzeige schalten »
  • Michael Frenzel, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Tourismuswirtschaft. Touristik-Verband fordert Aus der Luftverkehrssteuer

    Der Bundesverband der Tourismuswirtschaft formuliert seine Wünsche an die nächste Bundesregierung. Neben einem Ende der umstrittenen Ticketsteuer äußert sich der BTW auch zum Poker um die insolvente Air Berlin.

    Vom 01.09.2017
  • Wolfgang Steiger, Generalsekretär des CDU-Wirtschaftsrats. CDU-Wirtschaftsrat fordert Aus der Luftverkehrssteuer

    Der CDU-Wirtschaftsrat spricht sich für ein Ende der umstrittenen Luftverkehrssteuer aus. Mit Blick auf die Insolvenz der Air Berlin ruft der Verband die Politik zudem zur Zurückhaltung bei Insolvenzverfahren auf.

    Vom 28.08.2017
  • Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) Zypries fordert Aus für Luftverkehrssteuer

    Bundeswirtschaftsministerin Zypries plädiert für ein Ende der Luftverkehrssteuer. Gleichzeitig äußert sich die Ministerin auch zum Vorgehen der Regierung im Fall Air Berlin.

    Vom 21.08.2017

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus