BDL: Luftverkehr wächst weiter

07.02.2019 - 16:39 0 Kommentare

Der BDL legt seinen Jahresbericht vor: Die deutschen Airports zählten im vergangenen Jahr 244 Millionen Passagiere - ein Plus von 4,1 Prozent. Für 2019 liegt die Prognose unter Vorjahresniveau.

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© AirTeamImages.com /Sarmad Al-Khozaie

Die Verkehrszahlen der deutschen Airports haben sich im vergangenen Jahr positiv entwickelt. Hier lag das Passagieraufkommen im vergangenen Jahr bei 244 Millionen Passagieren, was einer Zunahme von knapp 4,1 Prozent entspreche, so der BDL (Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft). Im Jahr zuvor wurde ein Wachstum von fünf Prozent erreicht.

Die deutschen Airlines waren dabei für nur noch 57 Prozent des Angebots verantwortlich - 2011 lag dieser Wert noch zehn Prozentpunkte höher. "Allein durch den Air-Berlin-Marktaustritt verloren die deutschen Airlines vier Prozentpunkte an Anteil", so BDL-Präsident Klaus-Dieter Scheurle.

Foto: © BDL

Diese Entwicklung könnte sich durch die Germania-Pleite weiter verschärfen. Allerdings lag der Marktanteil von Germania 2018 bei 1,6 Prozent. Daher werden die Angebotslücken nach Einschätzung des BDL schnell kompensiert.

Keine Besserung für den Sommer erwartet

Scheurle geht zudem davon aus, dass "der Sommer 2019 auch schwierig wird". Der Sommer 2018 war geprägt von zahlreichen Ausfällen und Verspätungen. Man werde zugleich alles versuchen, "damit sich das Chaos des Sommers 2018 dieses Jahr nicht wiederholt".

Mit einem Monitoring soll auch die Entwicklung der Verspätungen beobachtet werden, wie es vom Verband weiter hieß. Sowohl bei Pünktlichkeit der Flüge als auch bei Annullierungen sei man in ganz Europa weiter auf einem "unbefriedigenden Niveau".

Prognose unter Vorjahresniveau

Der Verband rechnet für dieses Jahr in Deutschland mit einem Wachstum des Luftverkehrs. So lägen die Anmeldungen für den Flugplan um 2,3 Prozent über Vorjahr - unabhängig von der jüngsten Insolvenz von Germania. Präsident Scheurle sagte, dies erhöhe die Anforderungen an die Infrastruktur am Boden und in der Luft.

"Vor diesem Hintergrund brauchen wir nun dringend strukturelle Veränderungen, damit der Luftverkehr nicht an seine Grenzen stößt." Die Kapazität im europäischen Flugsicherungsraum müsse etwa erhöht werden, forderte er. Hier sei vor allem die europäische Politik gefragt.

© dpa, Arne Dedert Lesen Sie auch: "Wir müssen Flugsicherung im europäischen Netz denken" Interview mit Klaus-Dieter Scheurle

Von: br mit Material von dpa
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