BDL ruft streikende Lufthansa-Piloten zu mehr Vernunft auf

02.04.2014 - 14:04 0 Kommentare

Angesichts des Lufthansa-Pilotenstreiks hat der Branchenverband BDL die Verhältnismäßigkeit der Mittel in Frage gestellt. Der Erhalt eines starken Luftverkehrsstandort Deutschlands sollte nicht aus den Augen verloren werden.

Klaus-Peter Siegloch, Präsident des BDL - © © BDL -

Klaus-Peter Siegloch, Präsident des BDL © BDL

Den aktuellen Streik von Piloten der Lufthansa hat jetzt auch der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) kritisiert. Wenn die Luftfahrt beinahe im Wochenrhythmus mal von den Piloten, mal Von verdi bestreikt werde und allein in dieser Woche eine halbe Million Reisende davon betroffen seien, dann habe das mit Verhältnismäßigkeit der Mittel nichts mehr zu tun, hieß es heute in einer Mitteilung.

„Im beinharten internationalen Wettbewerb kämpfen die deutschen Fluggesellschaften um das Vertrauen der Kunden, das sie dringend brauchen, um am Markt bestehen zu können“, teilte BDL-Präsident Klaus-Peter Siegloch mit. Wie im Koalitionsvertrag versprochen müsse nun die Politik handeln und Rahmenbedingungen schaffen, damit künftig wieder mehr das Prinzip der Tarifeinheit gelte.

Das Streikrecht stelle niemand in Frage, so Siegloch weiter. "Aber es darf die Vernunft nicht abhanden kommen und das Gesamtziel des Erhalt eines starken Luftverkehrsstandort Deutschlands nicht aus den Augen verloren werden: nicht nur für Urlauber und Geschäftsreisende, sondern auch für eine gute internationale Vernetzung und viele Arbeitsplätze am Standort des Exportweltmeisters Deutschland." Ermutigend sei, wie die gute Organisation der Airlines und Flughäfen und die Besonnenheit der Passagiere ein Reisechaos bislang vermieden haben.

Von: airliners.de
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